USA, Iran

Ă–lpreise weiter hoch - kaum Hoffnung auf schnellen Frieden

14.03.2026 - 04:09:20 | dpa.de

Zum Ärger der Europäer lockern die USA Sanktionen auf russisches Öl - doch der Preis bleibt trotzdem sehr hoch. Und die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende wird immer kleiner.

Ă–lpreise bleiben hoch (Archivbild). - Foto: Rafiq Maqbool/AP/dpa
Ă–lpreise bleiben hoch (Archivbild). - Foto: Rafiq Maqbool/AP/dpa

Trotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl bleiben die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Die Maßnahme der USA löste bei europäischen Partnern Kritik hervor - und sorgte am Ölmarkt für keine Entspannung. Im Gegenzug ließen Äußerungen aus den USA und dem Iran die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schwinden.

Am frĂĽhen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ă–lpreise zuletzt im Sommer 2022 geknackt.

Berichte: USA schicken Verstärkung in die Region

Nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe der USA und Israels demonstrierte Irans Führung derweil ihre Fähigkeit zu Gegenschlägen und ist auch in der Lage, weiter die globale Ölversorgung zu stören. Wiederholt drohte Teheran, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Damit ist eine der wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels blockiert.

US-Präsident Donald Trump teilte derweil am Freitagabend (Ortszeit) mit, US-Streitkräfte hätten die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Zugleich warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung «sofort überdenken». Mit seiner Drohung versucht Trump nun seinerseits, einen Hebel anzusetzen.

Wie mehrere Medien berichteten, schickt das Pentagon weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen nach Nahost. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten dadurch Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge.

Verschnaufpause fĂĽr Autofahrer schon wieder vorbei?

Die steigenden Ölpreise sind für Verbraucher weltweit spürbar. Obwohl vor allem Asien am Öl der Straße von Hormus hängt, stiegen die Spritpreise auch in Europa und den USA zuletzt erheblich.

Immerhin: In Deutschland sind die Spritpreise nach starken SprĂĽngen in der ersten Kriegswoche zuletzt nicht mehr so stark gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt ging es am Mittwoch und Donnerstag sogar etwas nach unten. Benzin und Diesel waren aber selbst am Donnerstag noch 23 beziehungsweise 38 Cent teurer als vor Kriegsbeginn, wie aus ADAC-Zahlen hervorgeht.

Tagesdurchschnittswerte für Freitag liegen noch nicht vor. Am Morgen und Vormittag deutete sich allerdings an, dass die Verschnaufpause für Autofahrer schon wieder vorbei sein könnte - und die Preise erneut steigen.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 68673710 |

Weitere Meldungen

Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung. Doch die Waffenruhe bleibt brüchig, wie neue gewaltsame Vorfälle zeigen. US-Präsident Trump hat angekündigt, dass die Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah verlängert wird. (Ausland, 24.04.2026 - 11:17) weiterlesen...

Trump: Atomwaffeneinsatz ist tabu - auch für die USA US-Präsident Donald Trump schließt einen Einsatz von Atomwaffen im laufenden Krieg mit dem Iran aus und hält ihn auch ganz generell für unzulässig - egal durch welches Land. (Boerse, 24.04.2026 - 06:15) weiterlesen...

Trump: Atomwaffeneinsatz ist tabu - auch für die USA. Doch einen Atomwaffeneinsatz des US-Militärs müsse niemand befürchten, beteuert er. Schon die Frage danach sei «dumm». Der US-Präsident drohte dem Iran mit der Auslöschung einer ganzen Zivilisation. (Ausland, 24.04.2026 - 05:17) weiterlesen...

Waffenruhe verlängert: Wie geht es weiter im Libanon?. Nach schwersten Angriffen soll die Feuerpause im Libanon nun drei weitere Wochen gelten. Hunderte wurden getötet, ein Fünftel der Bevölkerung vertrieben. (Ausland, 24.04.2026 - 05:00) weiterlesen...

Trump verkündet Verlängerung der Waffenruhe im Libanon. Die brüchige Waffenruhe will Trump nun verlängern - verbunden mit einer Botschaft an Israel. Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel erneut eskaliert. (Ausland, 23.04.2026 - 23:37) weiterlesen...

Papst fordert USA und Iran zu Gesprächen auf. hat die USA und den Iran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Papst Leo XIV. (Boerse, 23.04.2026 - 21:50) weiterlesen...