Schweigegeld-Prozess, Trump

Schweigegeld-Prozess gegen Trump: Gericht lehnt Verzögerung erneut ab

11.04.2024 - 06:26:14

Zum dritten Mal in dieser Woche hat ein Berufungsgericht eine von Donald Trump erstrebte Verzögerung des Strafprozesses gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten in Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar abgelehnt.

Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge lehnte Richterin Ellen Gesmer den Antrag am Mittwoch (Ortszeit) ab. Der Strafprozess gegen Trump ist der erste gegen einen frĂŒheren US-PrĂ€sidenten. Er soll kommenden Montag in New York mit der Auswahl der Geschworenen beginnen. Trumps AnwĂ€lte waren diese Woche bereits mit zwei weiteren AntrĂ€gen gescheitert, die darauf abzielten, den Prozessbeginn hinauszuzögern.

Die "New York Times schrieb, der jĂŒngste Antrag "unterstrich Trumps zunehmend verzweifelte Versuche, den Prozess zu verzögern". Konkret versuchten seine AnwĂ€lte mit dem Antrag, den Prozess zu verzögern, um Zeit fĂŒr die abschließende PrĂŒfung einer Klage gegen den zustĂ€ndigen Richter, Juan Merchan, zu gewinnen. Die AnwĂ€lte des Republikaners argumentieren, dass der Richter befangen sei, weil dessen erwachsene Tochter als Beraterin auch fĂŒr Demokraten gearbeitet habe.

Der 77-jĂ€hrige Trump, der im November erneut fĂŒr die Republikaner ins Weiße Haus gewĂ€hlt werden will, ist in dem Schweigegeld-Verfahren unter anderem wegen FĂ€lschung von GeschĂ€ftsunterlagen angeklagt. Hintergrund des Falls ist, dass Trump 2016 kurz vor seiner Wahl zum PrĂ€sidenten 130 000 US-Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlen ließ. Sie hatte behauptet, sie habe Sex mit ihm gehabt. Trump bestreitet eine AffĂ€re, nicht aber, dass Geld geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind nicht illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmĂ€ĂŸig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere GesetzesverstĂ¶ĂŸe vertuschen wollen. Trump hat auf nicht schuldig plĂ€diert.

@ dpa.de