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WDH / AfD rechtsextrem?: Verfassungsschutz gibt Stillhaltezusage ab

08.05.2025 - 13:18:23

(ZustĂ€ndiges Gericht ergĂ€nzt)BERLIN - Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) bezeichnet die AfD bis zu einer Gerichtsentscheidung ĂŒber ein Eilverfahren nicht mehr öffentlich als gesichert rechtsextremistische Bestrebung.

(ZustÀndiges Gericht ergÀnzt)

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) bezeichnet die AfD bis zu einer Gerichtsentscheidung ĂŒber ein Eilverfahren nicht mehr öffentlich als gesichert rechtsextremistische Bestrebung. Der Inlandsgeheimdienst gab im Rechtsstreit mit der AfD eine sogenannte Stillhaltezusage ab. Eine Sprecherin des zustĂ€ndigen Verwaltungsgerichts Köln bestĂ€tigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens der Behörde. Das Bundesamt wollte sich "mit Blick auf das laufende Verfahren und aus Respekt vor dem Gericht" in dieser Angelegenheit nicht öffentlich Ă€ußern.

Klage auch bei frĂŒherer Einstufung

Es ist nicht das erste Mal, dass der Verfassungsschutz eine solche Zusage macht. Er hatte dies etwa auch im Januar 2021 getan, nachdem die AfD gegen ihre damalige Einstufung als "Verdachtsfall" geklagt hatte. Die damalige Klage blieb fĂŒr die Partei in zwei Instanzen erfolglos. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts MĂŒnster ist noch nicht rechtskrĂ€ftig.

Die nun vom BfV gegebene Stillhaltezusage bezieht sich nicht nur auf öffentliche Äußerungen, sondern bedeutet auch, dass der Verfassungsschutz die AfD bis zu einem Urteil nicht als gesichert extremistische Bestrebung beobachten kann. Die Beobachtung als Verdachtsfall - hier liegt die HĂŒrde fĂŒr den Einsatz von nachrichtendienstlichen Mitteln höher - darf jedoch fortgesetzt werden.

@ dpa.de