Zu wenig Impfungen: Zahl der Masern-FĂ€lle steigt weltweit
16.11.2023 - 19:55:42Weil seit Jahren nicht genĂŒgend gegen Masern geimpft wird, ist die Zahl der Krankheits- und TodesfĂ€lle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im vergangenen Jahr gestiegen.
Sie geht von 136.000 TodesfĂ€llen weltweit aus, 43 Prozent mehr als im Jahr davor und von rund neun Millionen Erkrankungen (plus 18 Prozent), wie sie in Genf berichtete. Im vergangenen Jahr hĂ€tten 37 LĂ€nder gröĂere AusbrĂŒche erlebt, wĂ€hrend es im Jahr davor 22 waren.
Masern sind eine sehr ansteckende virale Infektionskrankheit. Sie wird durch Tröpfchen ĂŒbertragen, etwa, wenn Infizierte husten oder niesen. Infizierte haben in der Regel zunĂ€chst Fieber, Husten, Schnupfen und EntzĂŒndungen im Nasen-Rachen-Raum, danach Ausschlag. Bei jedem zehnten Betroffenen gibt es Komplikationen, bis hin zu lebensgefĂ€hrlichen GehirnentzĂŒndungen. Masern können mit zwei Impfdosen verhindert werden.
Rund 83 Prozent der Menschen haben weltweit im Leben eine erste Impfdosis erhalten, 74 Prozent eine zweite. Es mĂŒssten aber nach WHO-Angaben 95 Prozent der Menschen geimpft sein, um gröĂere AusbrĂŒche zu verhindern. Die Coronapandemie habe Impfprogramme in vielen LĂ€ndern unterbrochen. Alarmierend sei es, dass auch nach der Pandemie dort noch nicht wieder umfassend geimpft werde. Betroffen sind vor allem LĂ€nder in Afrika, aber auch Indien, Indonesien und Brasilien. Seit dem Jahr 2000 sind nach Angaben der WHO durch Impfungen mehr als 56 Millionen Menschenleben gerettet worden.
An dem Bericht war auch die US-Gesundheitsbehörde CDC beteiligt.


