Rentenplus, Millionen

Ab Juli 2026: Rentenplus für 21 Millionen, neue Steuer-App

27.06.2026 - 06:07:02 | boerse-global.de

Ab Juli 2026 steigen Renten um 4,24 Prozent, während neue Steuer-App startet und Bürgergeld reformiert wird.

Rente, Steuer-App & Bürgergeld: Juli 2026 bringt viele Änderungen
Rentenplus - Hände einer älteren Person halten ein Rentendokument, mit einem Taschenrechner und Münzen auf einem Holztisch. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab Juli 2026 ändert sich für Millionen Deutsche eine Menge. Während die einen mehr Geld bekommen, plant die Regierung gleichzeitig harte Einschnitte.

Rente steigt um 4,24 Prozent

Ab dem 1. Juli bekommen mehr als 21 Millionen Rentner mehr Geld. Der aktuelle Rentenwert steigt auf 42,52 Euro pro Entgeltpunkt. Die Deutsche Rentenversicherung hat den Versand der Bescheide bereits Mitte Juni gestartet.

Wer schon vor März 2004 in Rente war, bekommt die Erhöhung bereits Ende Juni ausgezahlt. Bei späteren Renteneintritten folgt das Geld Ende Juli. Auch der Freibetrag für Witwen- und Witwerrenten steigt auf 1.122,53 Euro – pro Kind kommen 238,11 Euro dazu.

Steuer-App für 11,5 Millionen Menschen

Die App „MeinElster+“ wird ab Juli für ledige Arbeitnehmer ohne Kinder sowie Rentner freigeschaltet. Ziel ist es, die Steuererklärung einfacher zu machen.

Achtung: Für die Steuererklärung 2025 endet die Frist am 31. Juli. Wer einen Steuerberater beauftragt, hat bis April 2027 Zeit. Und: Durch die Rentenerhöhung kann sich auch die Steuerpflicht ändern. Liegen die Gesamteinkünfte über 12.348 Euro (24.696 Euro für Verheiratete), wird es teuer.

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Tanken wird teurer, Fliegen billiger

Der Tankrabatt fällt weg – das bedeutet rund 17 Cent mehr pro Liter Benzin und Diesel. Dafür sinkt die Luftverkehrsteuer: Kurzstrecken kosten dann 13,03 Euro, Mittelstrecken 33,01 Euro, Langstrecken 59,43 Euro.

Beim Online-Shopping aus Nicht-EU-Ländern wird eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro fällig – aber nur für Sendungen unter 150 Euro Wert. Und: Kioske und Tankstellen müssen ab Juli E-Zigaretten kostenlos zurücknehmen.

Bürgergeld wird umgebaut

Das bisherige Bürgergeld wird grundlegend reformiert. Die neue Regelung setzt stärker auf Vermittlung in Arbeit und schärfere Sanktionen. Die Karenzzeit für Vermögen und Wohnraum fällt weg.

Gute Nachrichten für Pflegekräfte: Der Mindestlohn steigt. Hilfskräfte bekommen 16,52 Euro pro Stunde, qualifizierte Hilfskräfte 17,80 Euro, Pflegefachkräfte 21,03 Euro. In Hessen gibt es zudem 3,02 Prozent mehr für Beamte.

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Haushaltslücke von 21 Milliarden Euro

Die Bundesregierung muss sparen. Geplant sind Kürzungen bei den Rentenausgaben von vier Milliarden Euro und Reformen beim Elterngeld, die 500 Millionen Euro bringen sollen. Der Kabinettsbeschluss wird für den 6. Juli erwartet.

Neues für Autofahrer und Jäger

Der sogenannte Punktehandel wird verboten – Verstöße können bis zu 30.000 Euro kosten. Die Verjährungsfrist für Verkehrsordnungswidrigkeiten verdoppelt sich von drei auf sechs Monate. Und: Zwischen Juli und Oktober wird die Bejagung von Wölfen unter bestimmten Bedingungen erleichtert.

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