Abnehmen: Schneller Gewichtsverlust führt nicht zum Jo-Jo-Effekt
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 20:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wer abnehmen will, muss nicht ins Fitnessstudio. Neue Studien zeigen: Die richtige Kombination aus Ernährung, Heimtraining und Technik kann Wunder wirken. Und der Jo-Jo-Effekt ist ein Mythos.
Der Jo-Jo-Mythos ist widerlegt
Restriktive Diäten führen zu schlechteren Langzeitergebnissen – das sagt zumindest Ernährungsexpertin Megan Rossi in einer aktuellen Veröffentlichung. Sie empfiehlt sechs Lebensmittelgruppen: Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie Kräuter. Die Kombination fördert eine gesunde Darmflora und sorgt für langanhaltende Sättigung.
Doch wie schnell sollte man abnehmen? Eine norwegische Studie mit 284 Erwachsenen liefert überraschende Antworten. Die Ergebnisse wurden im Mai auf dem Europäischen Kongress für Adipositas in Istanbul präsentiert.
Unter der Leitung von Dr. Line Kristin Johnson verglichen Forscher schnellen mit langsamem Gewichtsverlust. Die Gruppe mit weniger als 1.000 Kilokalorien täglich in den ersten acht Wochen verlor nach vier Monaten 13 Prozent ihres Ausgangsgewichts. Die Vergleichsgruppe mit etwa 1.400 Kilokalorien kam auf 8 Prozent.
Nach zwölf Monaten lag der Gewichtsverlust der schnellen Gruppe bei 14,4 Prozent – die langsame Gruppe erreichte 10,5 Prozent. Die Forscher stellten fest: Ein schnellerer Gewichtsverlust führt entgegen weitverbreiteter Annahmen nicht zwangsläufig zum Jo-Jo-Effekt.
Atemanalyse statt Waage
Die ETH Zürich und ihr Spin-off Alivion haben ein Gerät entwickelt, das den Fettstoffwechsel über die Atemluft misst. Das tragbare Analysegerät „Nutrion“ erfasst Aceton-Konzentrationen zwischen 0,2 und 45 ppm.
In einer Validierungsstudie mit 12 gesunden Erwachsenen und 312 Atemproben zeigten die Messwerte hohe Übereinstimmung mit professionellen Massenspektrometern. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Device veröffentlicht.
Nutzer können Stoffwechselveränderungen nach Sport, Mahlzeiten oder Fastenperioden per Smartphone-App überwachen. Fachleute sehen Potenzial auch in der klinischen Therapie – etwa bei ketogenen Diäten zur Behandlung von Epilepsie.
Wer schnell abnehmen will, muss keine Angst vor dem Jo-Jo-Effekt haben – eine aktuelle Studie zeigt, dass schneller Gewichtsverlust sogar langfristig besser sein kann. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie mit den richtigen Strategien dauerhaft schlank bleiben. Jetzt kostenlosen Report anfordern
Zeiteffizient trainieren: Das 12-3-30-Workout
Forschende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigen in einer aktuellen Studie: Die WHO-Empfehlungen zur Muskelkräftigung sind auch mit geringem Zeitaufwand realisierbar. Die Arbeit wurde in Frontiers in Public Health veröffentlicht.
Als effektive Methode gilt das 12-3-30-Workout: 12 Prozent Steigung, 3 Meilen pro Stunde (knapp 5 km/h), 30 Minuten. Fachleute beziffern eine gesunde Gewichtsabnahme auf etwa ein Kilogramm pro Woche.
Erste sichtbare Fortschritte sind nach zwei bis drei Wochen möglich. Eine nachhaltige körperliche Umstellung dauert mehrere Wochen. Wer an drei Tagen pro Woche trainiert, kann über zehn bis zwölf Wochen bis zu drei Kilogramm Muskelmasse aufbauen.
Protein-Eiskaffee: Teuer, aber nicht besser?
Die Verbraucherzentrale Bremen hat 14 proteinreiche Eiskaffees mit zehn klassischen Produkten verglichen. Das Ergebnis: Die Protein-Varianten enthalten 192 Prozent mehr Eiweiß und 40 Prozent weniger Zucker.
Doch die Kalorienzahl liegt im Durchschnitt um ein Prozent höher. Zudem enthalten 12 der 14 High-Protein-Produkte Süßstoffe. Der Preis: 7,50 Euro pro Liter gegenüber 5,81 Euro bei herkömmlichen Varianten.
Lebensverlängerung durch Protein-Blockade
Messen Sie Ihren Fettstoffwechsel ganz einfach per Atemtest – das tragbare Gerät der ETH Zürich macht es möglich. Kombiniert mit dem zeiteffizienten 12-3-30-Workout wird Abnehmen zum Kinderspiel. Holen Sie sich alle Details im kostenlosen Report. Kostenlosen Report jetzt sichern
In der Grundlagenforschung liefert eine Studie im Fachjournal Nature Hinweise auf die Rolle des Proteins Interleukin-11 bei Alterungsprozessen. In Versuchen an Mäusen führte das Fehlen dieses Proteins zu einer um 25 Prozent verlängerten Lebensdauer.
Die Tiere hatten mehr Muskelmasse und weniger Körperfett. Die Autoren betonen jedoch: Die Ergebnisse aus der tierexperimentellen Forschung sind noch nicht unmittelbar auf den Menschen übertragbar.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
