ADHS, Jugendlichen

ADHS bei Jugendlichen: Gruppentrainings stÀrken Selbstregulation

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 06:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ressourcenorientierte Gruppenprogramme fördern bei Jugendlichen mit ADHS Planung, Impulskontrolle und Selbstvertrauen in Schule und Alltag.

ADHS bei Jugendlichen: Gruppentraining stÀrkt Selbstregulation
Ein heller, minimalistischer Gruppenraum mit einem Stuhlkreis auf einem hellen Holzboden in natĂŒrlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Fachpublikationen rĂŒcken verstĂ€rkt ressourcenorientierte Gruppentrainings in den Fokus, die Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/HyperaktivitĂ€tsstörung (ADHS) dabei helfen sollen, ihre mentale Gesundheit und Selbstregulation im Alltag zu stabilisieren.

Heranwachsende mit ADHS stehen im Schulalltag sowie im sozialen Umfeld hÀufig vor besonderen Herausforderungen. Gezielte Gruppenprogramme bieten hier einen strukturierten Rahmen, um funktionale Strategien zur BewÀltigung von Entwicklungs- und Leistungsanforderungen zu erlernen.

Förderung exekutiver Funktionen im Gruppenrahmen

Im Zentrum vieler pÀdagogischer und psychologischer FörderansÀtze steht das Training sogenannter exekutiver Funktionen. Diese kognitiven Steuerungsmechanismen umfassen FÀhigkeiten wie Handlungsplanung, Impulskontrolle, ArbeitsgedÀchtnis und kognitive FlexibilitÀt.

Bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS sind diese Bereiche oft beeintrĂ€chtigt, was sich in Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhter Ablenkbarkeit oder Problemen beim Zeitmanagement Ă€ußert.

Strukturierte Trainingsmodule setzen genau an diesen Schnittstellen an. In wiederkehrenden, fest terminierten Einheiten ĂŒben die Teilnehmenden praxisnahe Techniken ein, um Aufgaben schrittweise zu strukturieren, PrioritĂ€ten zu setzen und emotionale Reaktionen besser zu steuern.

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Der Gruppenkontext erweist sich dabei als besonders wirksam: Er schafft einen geschĂŒtzten Raum, in dem Betroffene Erfahrungen teilen, von Gleichaltrigen lernen und gemeinsam Handlungsalternativen erproben können, ohne Stigmatisierung befĂŒrchten zu mĂŒssen.

StÀrkung des Selbstkonzepts und Abbau sozialer Belastungen

Über die rein kognitiven FĂ€higkeiten hinaus zielen ressourcenorientierte Interventionen auf das emotionale Wohlbefinden ab. HĂ€ufige Misserfolge im Unterricht oder wiederkehrende Konflikte im sozialen Umfeld fĂŒhren bei betroffenen Jugendlichen nicht selten zu VersagensĂ€ngsten und einem negativen akademischen Selbstkonzept. Viele entwickeln zudem soziale Unsicherheiten oder Ängste im Umgang mit Gleichaltrigen und LehrkrĂ€ften.

Fachberichte weisen darauf hin, dass die StĂ€rkung exekutiver Fertigkeiten unmittelbare Auswirkungen auf die psychische Verfassung haben kann. Wenn Heranwachsende erleben, dass sie ArbeitsablĂ€ufe eigenstĂ€ndig bewĂ€ltigen und ihr Verhalten kontrollieren können, wĂ€chst ihr Vertrauen in die eigene LeistungsfĂ€higkeit. Dieses gestĂ€rkte SelbstwertgefĂŒhl trĂ€gt dazu bei, soziale Hemmungen und Ängste schrittweise abzubauen. Die Jugendlichen gewinnen an Handlungssicherheit, was sich wiederum positiv auf ihre Teilhabe im Klassenverband auswirkt.

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Nachhaltige Impulse fĂŒr Familie und Schule

FĂŒr einen langfristigen Erfolg ist die Übertragbarkeit der erlernten Methoden in das hĂ€usliche und schulische Umfeld entscheidend. Ressourcenorientierte AnsĂ€tze beschrĂ€nken sich daher selten auf isolierte Übungen, sondern vermitteln Routinen, die sich in den Tagesablauf integrieren lassen. Dazu gehören klare ZeitplĂ€ne, sichtbare ErinnerungsstĂŒtzen und individuelle Reflexionsphasen.

PĂ€dagogische FachkrĂ€fte betonen, dass solche Gruppenprogramme eine wertvolle ErgĂ€nzung innerhalb eines multimodalen UnterstĂŒtzungskonzepts darstellen. Sie entlasten nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern können auch Familien und LehrkrĂ€fte unterstĂŒtzen, indem sie den Fokus von Defiziten weg und hin zu aktiven BewĂ€ltigungsstrategien lenken.

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