Adipositas-Leitlinie: 15 Empfehlungen für Jugendliche 11–25 Jahre
27.06.2026 - 09:20:24 | boerse-global.de
Die Medikamente seien kein Ersatz für einen gesunden Lebensstil.
Der Hype um GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Wegovy oder Mounjaro ist ungebrochen. Doch Mediziner raten zur Vorsicht. Prof. Dr. Thomas Kälicke, Chefarzt und Longevity-Experte, wies am 25. Juni auf spezifische Risiken hin.
Ein Problem: Die Wirkstoffe verlangsamen die Magenentleerung. Das kann bei Narkosen zu Komplikationen führen. „Die Spritzen sollten nur unterstützend wirken“, betont der Mediziner. Nachhaltige Erfolge brächten vor allem Ernährung, Bewegung, Krafttraining und Schlaf.
Drei Strategien für natürliches Abnehmen
Ernährungsfachleute setzen parallel auf einfache Alltagsstrategien. Sie identifizierten im Juni drei Kernmethoden für Gewichtsverlust ohne Verbote:
- Proteine und Ballaststoffe bei jeder Mahlzeit für langanhaltende Sättigung
- Kaloriendefizit von 300 bis 500 Kilokalorien pro Tag
- 80/20-Regel: 80 Prozent nährstoffreiche Kost, 20 Prozent Genussmittel
Dazu kommt eine Mischung aus Alltagsbewegung und Krafttraining. Ein prominentes Beispiel: Schauspielerin Ronja Forcher. Die 30-Jährige verlor 14 Kilo durch vegetarische Ernährung, regelmäßige Saunagänge und CrossFit-Training.
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Neue Leitlinie für junge Patienten
Die Medizin reagiert auf Versorgungslücken bei adipösen Jugendlichen. Am 25. Juni wurde eine S3-Leitlinie vorgestellt. Entwickelt von Charité, Medizinischer Hochschule Hannover und Universität Freiburg.
Sie richtet sich an Patienten zwischen 11 und 25 Jahren. Das Regelwerk enthält 15 Empfehlungen für eine multiprofessionelle Betreuung. Acht davon basieren auf wissenschaftlicher Evidenz, sieben auf Expertenkonsens. Ziel: Der Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin soll reibungslos laufen.
WM-Effekt: Fast Food flutet die Küchen
Dass äußere Umstände das Essverhalten massiv beeinflussen, zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH. Jeder Zweite ändert während sportlicher Großereignisse seine Gewohnheiten – und greift häufiger zu Fast Food.
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Die Folgen können gravierend sein. Bluthochdruck, Entzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen drohen. Bei vier oder mehr Portionen pro Tag steigt das Sterberisiko deutlich. Experten raten: Solche Speisen nur als seltene Ausnahme genießen.
