Adipositas-Mittel, Retatrutid

Adipositas-Mittel: Retatrutid schlägt Tirzepatid mit 24,2% Gewichtsverlust

20.06.2026 - 11:11:27 | boerse-global.de

Triple-Agonist Retatrutid erreicht in Studie 24,2 Prozent Gewichtsverlust. Gerichtsurteil erschwert Kostenübernahme durch Kassen.

Retatrutid-Studie: Neuer Adipositas-Wirkstoff übertrifft Konkurrenz
Adipositas-Mittel - Eine Nahaufnahme einer ästhetisch arrangierten Auswahl an gesunden Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Retatrutid – ein Triple-Agonist, der gleich drei Rezeptoren anspricht – erreichte in einer Phase-II-Studie eine Gewichtsreduktion von bis zu 24,2 Prozent. Die 338 Teilnehmenden erhielten über 48 Wochen wöchentlich 12 mg des Präparats. In der Placebo-Gruppe lag der Verlust bei mageren 2,1 Prozent.

Experten ordnen die Zahlen ein: Semaglutid schaffte über 68 Wochen 14,9 Prozent, Tirzepatid nach 72 Wochen 22,5 Prozent. Der neue Kandidat liegt also vorn. Die Nebenwirkungen? Vor allem milde bis moderate Magen-Darm-Beschwerden.

Gericht kippt Kostenübernahme für Abnehm-Medikament

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Doch wer hofft, dass die Kasse zahlt, muss genauer hinschauen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth entschied Mitte Juni: Private Krankenversicherungen müssen Tirzepatid zur Gewichtsreduktion nicht erstatten – wenn kein umfassendes Therapiekonzept vorliegt. Im konkreten Fall fehlten begleitende Maßnahmen, obwohl der Patient Adipositas und Typ-2-Diabetes hatte.

Kunststoffschlauch im Darm: RESET-Verfahren überzeugt

Ein anderer Ansatz kommt aus Trier. Das Klinikum Mutterhaus setzt auf das RESET-Verfahren: Ein Kunststoffschlauch im Dünndarm beeinflusst die Nährstoffaufnahme. Die Bilanz nach rund 1.300 Behandlungen: 19 Prozent Gewichtsverlust im Schnitt, plus verbesserte Blutzuckerwerte. Das Implantat bleibt maximal neun Monate – drei Viertel der Patienten halten den Erfolg langfristig.

Garnelen-Eintopf statt Nudeln: Die Diät-Falle

Auch beim Essen gibt es Fallstricke. Ein Garnelen-Kürbis-Eintopf gilt als ideale Diät-Mahlzeit: 150 Gramm Garnelen mit bis zu 400 Gramm Gemüse liefern gerade mal 250 bis 350 Kalorien. Kürbis bringt es auf lächerliche 14 bis 18 Kalorien pro 100 Gramm. Die Gefahr lauert woanders: Zu viele Reisnudeln oder zuckerhaltige Getränke killen den Effekt.

Drachenboot-Fest: Traditioneller Reiskuchen unter der Lupe

Zum Drachenbootfest im Juni rückte Bánh tro in den Fokus – ein Reiskuchen, zubereitet in alkalischem Aschewasser. Er soll die Verdauung fördern und kühlen. Die Warnung der Experten: Bei Übergewicht oder Diabetes lieber sparsam mit der begleitenden Melasse umgehen.

Mehlwurm in der Weißwurst: Uni Bayreuth testet Insekten-Protein

Die Universität Bayreuth präsentierte im Juni eine Machbarkeitsstudie: 20 Prozent des Fleisch- und Fettanteils einer Weißwurst wurden durch Mehlwurm-Protein ersetzt. Ziel: die Akzeptanz von Insekten in westlichen Küchen steigern. Marktreif ist das Produkt noch nicht.

Haferdrink-Test: Alnatura schlägt die Konkurrenz

Pflanzliche Milchalternativen wurden verglichen. Testsieger: der ungesüßte Bio-Hafer-Drink von Alnatura mit 43 Kalorien pro 100 ml. Preis-Leistungs-Sieger: Natumis glutenfreie Version mit 42 Kalorien. Einige Hersteller peppen ihre Produkte mit Calcium, B12 und D2 auf.

BfR warnt: Leinsamen in der Gefahrenzone

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung schlägt Alarm: Geschrotete Leinsamen enthalten Blausäure-Vorstufen. Bei Kleinkindern reichen bereits 6 Gramm, um die akute Referenzdosis der EFSA zu erreichen. Für Erwachsene gilt: Maximal 15 bis 20 Gramm täglich – auch wegen der Cadmium-Belastung.

Smarte Trinkflaschen: Erinnerung per Leuchtsignal

Bei sommerlichen Temperaturen empfehlen Krankenkassen zwei bis drei Liter Flüssigkeit täglich. Smarte Flaschen wie die WaterH Boost oder Hidrate Spark Pro 2 erinnern per App oder Leuchtsignal ans Trinken. Kostenpunkt: 50 bis 85 Euro. Die günstigere Alternative? Einfache Trink-Apps fürs Smartphone.

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