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Adobe Acrobat: Kritische Lücke gefährdet 329 Millionen Chrome-Nutzer

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 19:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adobe schließt Zero-Click-Sicherheitslücke in Acrobat-Erweiterung für Chrome, die WhatsApp-Daten von Millionen Nutzern gefährdete.

Adobe Acrobat Chrome-Erweiterung: Kritische Sicherheitslücke behoben
Leuchtendes digitales Schloss-Symbol auf einem Computerbildschirm, das eine Cybersicherheitslücke darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Update für die Adobe-Acrobat-Erweiterung in Google Chrome behebt eine schwerwiegende Schwachstelle. Diese hätte es Angreifern ermöglicht, private WhatsApp-Daten von bis zu 329 Millionen Nutzern auszuspähen – ohne dass das Opfer auch nur einen Klick tätigen müsste.

Die als CVE-2026-48294 registrierte und unter dem Namen „HermeticReader“ bekannt gewordene Sicherheitslücke betraf alle Versionen der Acrobat-Erweiterung bis einschließlich 26.5.2.2. Das Besondere: Der Angriff erforderte keinerlei Authentifizierung und funktionierte als sogenannter Zero-Click-Exploit. Ein Nutzer musste lediglich eine präparierte Webseite besuchen – schon hätten Angreifer auf seine WhatsApp-Chats, Kontakte und Nachrichteninhalte zugreifen können.

Drei Schwachstellen im Zusammenspiel

Entdeckt wurde die Schwachstelle im Juni 2026 von Forschern der Sicherheitsfirma Guardio, die dabei auf KI-gestützte Analyse zurückgriffen. Sie fanden heraus, dass der Angriff auf einer Verkettung dreier technischer Probleme basierte:

  • Ein versteckter iframe wurde eingebettet
  • Über einen Service Worker wurden ungeprüfte Nachrichten übertragen
  • Die Aktivierung der sogenannten Hermes-Engine ermöglichte den Datenabfluss
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Diese Kombination erlaubte einen Cross-Origin-Datenabgriff: Die gestohlenen WhatsApp-Informationen wurden über einen Formular-Submit-Prozess an den Angreifer weitergeleitet.

Schnelle Reaktion von Adobe

Adobe reagierte umgehend und veröffentlichte die Version 26.5.2.3 der Erweiterung. Insidern zufolge wurde der Patch innerhalb eines Wochenendes fertiggestellt – nur zwei Tage nachdem Guardio die Lücke gemeldet hatte.

Trotz der enormen Zahl potenziell betroffener Browser – Schätzungen zufolge zwischen 300 und 329 Millionen – gibt es laut Sicherheitsexperten keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Schwachstelle vor der Veröffentlichung des Updates. Die Lücke habe vor allem deshalb bestanden, weil die Adobe-Erweiterung als vertrauenswürdig eingestuft wurde und damit die üblichen Sicherheitsgrenzen des Browsers umgehen konnte.

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Was Nutzer jetzt tun sollten

Anwender sollten sicherstellen, dass ihre Chrome-Erweiterung auf Version 26.5.2.3 oder neuer aktualisiert ist. Chrome aktualisiert Erweiterungen in der Regel automatisch, ein manueller Check im Erweiterungsmanager schadet jedoch nicht. Nur so lässt sich das Risiko eines unbemerkten Datenabflusses vollständig ausschließen.

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