Aflatoxin, Giftiger

Aflatoxin B1: Giftiger Schimmelpilz erstmals in österreichischem Mais

31.05.2026 - 14:51:32 | boerse-global.de

Forscher der BOKU Wien weisen erstmals Aflatoxin B1 in niederösterreichischem Mais nach. Die EU-Grenzwerte werden meist eingehalten.

Aflatoxin B1: Giftiger Schimmelpilz erstmals in österreichischem Mais - Foto: über boerse-global.de
Aflatoxin B1: Giftiger Schimmelpilz erstmals in österreichischem Mais - Foto: über boerse-global.de

Das teilte die Universität Ende Mai 2026 mit. Verantwortlich für das Auftreten ist nach Angaben der Forscher der Klimawandel – die Pilze der Gattung Aspergillus gedeihen besonders bei hohen Temperaturen und Trockenstress.

Das Forschungsprojekt „TTox-Monitor“ untersucht seit 2024 die Belastung von Agrarerzeugnissen. Im Mai 2026 stießen die Wissenschaftler nun auf den giftigen Schimmelpilz in Mais aus niederösterreichischem Anbau.

Die gute Nachricht: Die gesetzlichen EU-Höchstgehalte für Mykotoxine werden laut Studie in der Regel eingehalten. Überschreitungen sind seltene Einzelfälle. Ein kurzzeitiger Verzehr von Produkten mit leicht erhöhten Aflatoxinwerten sei gesundheitlich unbedenklich, betonten die Forscher am 29. Mai 2026. Dennoch bleibe die kontinuierliche Überwachung essenziell.

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Rückrufe zeigen: Kontrollmechanismen greifen

Dass die Überwachung funktioniert, zeigen aktuelle Vorfälle im Handel. Die Kette Kaufland rief am 28. Mai 2026 das Gewürz „Suntat Pul Biber“ zurück. Grund: In Stichproben wurden erhöhte Aflatoxinwerte festgestellt. Betroffen ist die Charge mit dem Loskennzeichen L A06 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum Januar 2028.

Auch andere Risiken wurden im Mai 2026 sichtbar. Bei Rosmarin von Lidl standen Salmonellen im Fokus (Meldung vom 29. Mai 2026). Die Hussel GmbH musste Butterspritzgebäck zurückziehen – es enthielt nicht deklarierte Erdnüsse. Für Allergiker kann das bis zum anaphylaktischen Schock führen.

Mikroben im Team: Wie Pilze und Bakterien zusammenarbeiten

Die Forschung beschäftigt sich nicht nur mit Schimmelpilzen in Lebensmitteln. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung (Leibniz-HKI), vorgestellt im Juni 2026, untersuchte die Allianz zwischen dem Hefepilz Candida albicans und dem Bakterium Enterococcus faecalis. Ergebnis: Ein bakterielles Gift (Cytolysin) verstärkt die durch den Pilz verursachten Zellschäden. Der Prozess wird durch direkten Kontakt und gezielte Nährstoffverknappung begünstigt.

Wie wichtig ein stabiles Mikrobiom ist, zeigt eine weitere Untersuchung. Das Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena veröffentlichte Ende Mai 2026 in „PLoS Biology“ eine Studie zur Darmflora. Mittels Computermodellen belegten die Forscher: Ein alterndes Immunsystem verliert die Kontrolle über das Mikrobiom. Die sogenannte Immunseneszenz kann dominante Mikroben begünstigen, die die Vielfalt der Darmflora unterdrücken.

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Tigermücke auf dem Vormarsch – Schweinepest nahe der Grenze

Auch die Überwachung von Krankheitsüberträgern läuft auf Hochtouren. In Nordrhein-Westfalen breitet sich die Asiatische Tigermücke aus. In Bonn, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis gelten Populationen seit Februar 2026 als etabliert. Die Mücke kann Viren wie Dengue oder Chikungunya übertragen – Infektionen wurden in Deutschland bislang aber nicht verzeichnet.

Die Tiergesundheit bleibt unter Druck. In Jaros?awsko (Westpommern) wurde am 30. Mai 2026 die Afrikanische Schweinepest (ASP) in einem Großbetrieb mit über 21.000 Tieren gemeldet. Der Standort liegt nur etwa 70 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Laut Friedrich-Loeffler-Institut wurden im laufenden Jahr bereits über 1.200 ASP-positive Wildschweine registriert. Die Bedrohung für Hausschweinebestände bleibt damit akut.

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