Agentische, Codenotary

Agentische KI: Codenotary senkt Sicherheits-Wartung um 80 Prozent

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 15:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Sicherheitsanbieter reagieren auf die Verbreitung autonomer KI mit dynamischen Verhaltensanalysen und neuen Zugriffskontrollen.

KI-Sicherheit: Neue adaptive Lösungen für autonome Agenten
Agentische - Abstraktes, futuristisches Netzwerk aus KI-Agenten und Sicherheitsprotokollen mit leuchtenden Linien und Knoten. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Statt statischer Kontrollen setzen die Anbieter auf Verhaltensüberwachung.

Die rasante Verbreitung sogenannter „agentischer KI" in Unternehmen zwingt die Sicherheitsbranche zum Umdenken. Mehrere führende Anbieter und Start-ups stellten am 7. und 8. Juli 2026 Plattformen vor, die genau diese Lücke schließen sollen.

Adaptive Sicherheit statt starrer Regeln

Codenotary hat mit AgentMon 3 eine Plattform gestartet, die täglich über fünf Millionen KI-Agenten-Interaktionen absichert. Das Besondere: Die Sicherheitsrichtlinien passen sich dynamisch an das Verhalten der Agenten an. Statt statischer Whitelists lernen die Systeme aus den Arbeitsabläufen. Laut Unternehmensangaben reduziert dies den Wartungsaufwand für Sicherheitsregeln um bis zu 80 Prozent. Die Lösung ist ab sofort im AWS Marketplace verfügbar und nutzt ein unveränderliches Hauptbuch für lückenlose Prüfpfade.

Ebenfalls am 7. Juli veröffentlichte Exabeam eine neue Analyse-Methode namens Agent Behavior Analytics (ABA). Die Technologie überträgt bewährte Verfahren der Benutzer- und Entitätsanalyse auf KI-Agenten. Ziel ist es, Sicherheitslücken wie Prompt-Injection-Angriffe und fragmentierte Zugangsdaten zu schließen. Branchenexperten von Gurucul betonen, dass verhaltensbasierte KI unverzichtbar wird – schließlich prognostiziert Gartner, dass bis 2028 rund 15 Prozent aller Arbeitsentscheidungen autonom von Agenten getroffen werden könnten.

Zugriffsrechte im Fokus

BeyondTrust und Keeper Security erweiterten am 7. Juli ihre Portfolios für die Absicherung von KI-Agenten auf Endgeräten. BeyondTrust bringt seine AI Agent Security Platform auf den Markt, die Schatten-KI aufspüren und Echtzeit-Richtlinien für Agenten wie Microsoft Copilot, OpenAI Codex und Anthropic Claude Code durchsetzen soll. Die Plattform befindet sich noch in der privaten Betaphase, der allgemeine Release ist für Herbst 2026 geplant.

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Keeper Security integriert die Governance für agentische KI in seinen Endpoint Privilege Manager. Ein KI-Wahrscheinlichkeitswert erkennt bekannte und unbekannte Agenten auf Betriebssystemebene. Drei neue Richtlinientypen steuern spezifisch agentische KI, Zugriffe und Rechteerweiterungen. Analysten rechnen damit, dass Fortune-500-Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre jeweils 150.000 KI-Agenten einsetzen werden.

Open Source und Rahmenwerke

Nvidia erweiterte seine Open-Source-Sicherheitsangebote auf der GTC 2026 am 7. Juli mit NemoClaw. Der Stack bringt Sicherheit und Governance in die OpenClaw-Agentenplattform und enthält die OpenShell-Laufzeitumgebung für Isolation auf Kernel-Ebene. 17 Unternehmenspartner unterstützen die Initiative, darunter Microsoft, SAP, Salesforce und CrowdStrike. Ebenfalls vorgestellt: das Nemotron 3 Ultra-Modell, das eine fünffach schnellere Inferenz als Vorgängerversionen bieten soll.

Google veröffentlichte am 8. Juli einen 20-Fragen-Katalog für Entwicklung, Einsatz und Überwachung von KI-Agenten. Das Rahmenwerk empfiehlt, Agenten als operative Software mit definiertem Lebenszyklus-Management zu behandeln. Radware aktualisierte seinen Agentic AI Protection-Dienst um Compliance-Berichte für den EU AI Act, NIST AI RMF und ISO 42001 und schützt nun auch entwicklergehostete Agenten wie Anthropic Claude Code.

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Weitere Marktbewegungen

CyberProof startete am 7. Juli einen Agentic MXDR-Dienst, der KI-Agenten mit menschlicher Expertise kombiniert und rund zwei Drittel aller Sicherheitsuntersuchungen automatisiert. Picus Security brachte eine Plattform zur autonomen Schwachstellenvalidierung auf den Markt. Und Dawnguard sicherte sich 3,3 Millionen US-Dollar (rund 3,1 Millionen Euro) in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde für seine Plattform zur Automatisierung von Sicherheitsarchitekturen.

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