AirPods, Infrarotkameras

AirPods Pro mit Infrarotkameras: Apple plant neues KI-Wearable für 2026

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 23:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kamerabasierte AirPods sollen Siri Umgebungsdaten liefern; widersprüchliche Berichte lassen den Entwicklungsstand und Marktstart offen.

Apple plant AirPods Pro mit Infrarotkameras und visueller KI
Abstrakte Darstellung moderner Sensortechnologie in einem minimalistischen, lichtdurchfluteten architektonischen Raum Illustration mit AI erstellt.

Apple bereitet für das Jahr 2026 die Einführung einer neuen Variante der AirPods Pro vor, die mit Infrarotkameras ausgestattet ist. Mit diesem Schritt beabsichtigt das Unternehmen, seine Ökosysteme für künstliche Intelligenz auszubauen.

Das Modell bricht mit dem gewohnten dreijährigen Aktualisierungszyklus der Kopfhörerserie. Es ist nicht als direkter Ersatz oder einfache Weiterentwicklung der bisherigen AirPods Pro konzipiert, sondern als höher spezifiziertes Derivat. Dieses übernimmt den Großteil der Konfigurationen der aktuellen AirPods Pro 3, setzt jedoch das integrierte Kamerasystem als zentrales Upgrade ein.

Die Kameras sind nicht für klassische Fotoaufnahmen gedacht. Stattdessen dienen sie der Unterstützung von Funktionen im Bereich der visuellen Intelligenz, um eine intelligente Interaktion über die Wahrnehmung der Umgebung zu ermöglichen. Preislich soll sich das Modell auf dem Niveau der aktuellen Version bewegen, wobei Schätzungen bei 1899 Yuan liegen.

Technische Umsetzung und Funktionen für Siri

Laut dem Branchenbeobachter Mark Gurman war das Kopfhörermodell mit Kameratechnik bereits in die Phase der Designvalidierung eingetreten und ursprünglich frühestens für eine Veröffentlichung mit dem iPhone 18 Pro im September 2026 vorgesehen. Das intern unter dem Codenamen H90 über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelte Projekt sollte als erstes echtes KI-Wearable des Herstellers der Sprachassistenz Siri eine visuelle Wahrnehmung ermöglichen.

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In der Testversion iOS 27 Beta 2 fand der Entwickler Sam Henri Gold Hinweise auf ein Produkt mit der internen Kennung B790, was in Verbindung mit der Kennung B788 für die AirPods Pro 3 auf das Kameramodell hinweist.

Der Code beschreibt die Kameras beider Kopfhörer als Erfassungsknoten, die über ein Protokoll mit extrem niedriger Latenz synchronisiert werden. Sie erstellen eine dreidimensionale Tiefenkarte der Umgebung für die geräteseitige Apple Intelligence.

Siri kann diese visuellen Daten nutzen, um Objekte und Szenen im Blickfeld der Nutzer zu interpretieren. Der designierte Apple-Chef John Ternus hob hervor, dass die Kameras Echtzeiterkennung, Objektdeutung, Szenenhinweise und Navigation ermöglichen sollen.

Für das Modell wurde der Stiel zur Unterbringung der Sensoren leicht verlängert. Nach früheren Verzögerungen bindet Apple durch eine Kooperation mit Google das Großmodell Gemini in die Cloud ein. Ternus stellte das Erscheinen des Modells für den Herbst dieses Jahres in Aussicht.

Widersprüchliche Berichte über Projektfortschritt und Datenschutzbedenken

Gleichzeitig kursieren Berichte, wonach das Entwicklungsprojekt H90 vorläufig gestoppt und das entsprechende Team aufgelöst worden sei, da Risiken bezüglich europäischer Datenschutzvorgaben nicht umgangen werden konnten.

Diesen Schilderungen widersprach der frühere Meizu-Manager Li Nan. Er argumentierte, dass der europäische Markt an Bedeutung verloren habe und die Absicherung der Märkte in China und den USA zur Umsatzstützung ausreiche.

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Zudem seien in Europa bereits Kamera-Smartglasses regulär und regelkonform erhältlich. Li Nan führte ein mögliches Scheitern eher auf eine unzureichende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber KI-Brillen zurück.

Andere Berichte verweisen auf einen Marktstart in der zweiten Hälfte des Jahres 2027, möglicherweise parallel zu einem Jubiläums-iPhone. Dabei werden Risiken für das Ansehen der Marke diskutiert, da tragbare Kameras in der Öffentlichkeit historisch auf Misstrauen stoßen.

Zur Wahrung der Privatsphäre ist am Gehäuse eine Kontrollleuchte vorgesehen, die aufleuchtet, sobald Bilddaten an Siri übertragen werden. Neben den Kopfhörern plant Apple laut Ternus für Anfang 2027 eigene Datenbrillen mit Audio- und Aufnahmefunktion sowie einen am Körper tragbaren KI-Anhänger.

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