Akupressur bei Krebs: 100 Menschen nutzen Niigatas Selbstpflege-Angebot
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 19:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der onkologischen Begleitung gewinnen komplementärmedizinische Ansätze zur Steigerung der Lebensqualität zunehmend an Bedeutung. Akademische Institutionen nutzen dabei vermehrt öffentliche Plattformen, um Techniken der Selbstpflege und Schmerzlinderung direkt an Betroffene und deren Umfeld zu vermitteln.
Ein aktuelles Beispiel für diesen Wissenstransfer zeigt die Beteiligung der Abteilung für Akupunktur und Moxibustion der Universität für Gesundheit und Wohlfahrt Niigata an regionalen Gesundheitsinitiativen.
Akademische Expertise in der praktischen Anwendung
Am 20. September 2026 beteiligte sich die gesundheitswissenschaftliche Fakultät der Universität für Gesundheit und Wohlfahrt Niigata an der Veranstaltung „Relay For Life Japan 2026 Niigata“. Im Rahmen dieses Ereignisses, das im Canal Plaza des Sportparks der Präfektur Niigata stattfand, präsentierten zwei Lehrkräfte und zwölf Studierende der Fachrichtung Akupunktur und Gesundheit verschiedene Methoden der komplementären Unterstützung.
Das Team konzentrierte sich auf die Vermittlung von Akupressurtechniken, die im Japanischen als „Tsubo-oshi“ bekannt sind, sowie auf Wärmetherapie-Verfahren. Diese Techniken wurden speziell für Krebserfahrene und deren Familienmitglieder aufbereitet, um eine praktische Anwendung im Alltag zu ermöglichen.
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Ziel des Angebots war es, die Kompetenz zur Selbstpflege zu stärken und einfache Werkzeuge zur Bewältigung physischer und psychischer Belastungen an die Hand zu geben. Berichten zufolge nutzten rund 100 Personen das Informationsangebot am Stand der Universität.
Schmerzlinderung durch gezielte Punktstimulation
Ein wesentlicher Bestandteil der fachlichen Präsentation war eine spezialisierte Sitzung zur Schmerzlinderung. Professor Daichi Kasuya von der Universität für Gesundheit und Wohlfahrt Niigata führte gemeinsam mit Sayuri Sakai von der Universität Niigata eine Demonstration zur Akupunkturpunkt-Stimulation durch.
Im Fokus standen dabei Techniken, die darauf abzielen, Schmerzzustände durch gezielte Reizsetzung an spezifischen Körperpunkten zu mildern. Die Experten zeigten auf, wie diese Stimulationsmethoden als ergänzende Maßnahme zur herkömmlichen Schmerztherapie eingesetzt werden können. Dabei wurde betont, dass die korrekte Lokalisierung und Anwendung der Druckpunkte entscheidend für die angestrebte Entlastung sei.
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Integration in die onkologische Patientenversorgung
Die Einbindung von Studierenden in solche Projekte unterstreicht den Trend zur praxisnahen Ausbildung in den Gesundheitsberufen. Durch den direkten Austausch mit Betroffenen lernen angehende Fachkräfte, theoretisches Wissen über Akupunktur und verwandte Heilmethoden in niederschwellige Anleitungen für Laien zu übersetzen.
Der Schwerpunkt auf Selbstpflege-Techniken adressiert ein wachsendes Bedürfnis in der onkologischen Versorgung: die Befähigung von Patienten und Angehörigen, aktiv zum eigenen Wohlbefinden beizutragen.
Die Kombination aus traditionellen japanischen Heilmethoden und modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen bildet hierbei die Grundlage für integrierte Versorgungsansätze, die über die klinische Behandlung hinausreichen.
Die Resonanz auf das Informationsangebot am 20. September 2026 verdeutlicht das Interesse an solchen ergänzenden Maßnahmen im Rahmen der Krebsnachsorge und Familienbetreuung.
