Akupressur gegen Reisekrankheit: Nei-Kuan-Punkt lindert Übelkeit
06.06.2026 - 01:23:59 | boerse-global.de
Akupressurbänder bieten eine medikamentenfreie Alternative.
Die Methode ist einfach: Ein konstanter Druck auf den Nei-Kuan-Punkt (P6) für 30 bis 60 Sekunden soll Übelkeit lindern. Der Punkt liegt etwa drei Fingerbreit unterhalb der Handgelenksfalte zwischen den Sehnen. Die Wirkung entsteht durch die Reizung des Vagusnervs.
Klinische Tests zeigen: Die Technik hilft nicht nur auf Kreuzfahrten oder Autofahrten. Auch bei postoperativer Übelkeit und während der Schwangerschaft kann sie wirken. Der größte Vorteil gegenüber Medikamenten: Keine Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit.
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Der Vagusnerv als Stressregler
Die Stimulation des Vagusnervs wird in der Medizin auf verschiedenen Intensitätsstufen untersucht. Wissenschaftlich am besten belegt sind invasive Methoden. Wie Experten der Uniklinik Freiburg Anfang Juni 2026 darlegten, ist die implantierte Elektrode am Halsnerv ein anerkanntes Verfahren gegen Epilepsie. Auch bei therapieresistenten Depressionen gilt dieser Ansatz als zugelassen.
Bei nicht-invasiven Methoden sieht die Datenlage anders aus. Elektroden am Ohr oder einfache Massagetechniken sind wissenschaftlich noch nicht abschließend bewiesen. Mediziner warnen vor übertriebenen Heilungsversprechen in sozialen Medien.
Doch es gibt anerkannte Wege: Rhythmisches Atmen – vier Sekunden ein, sechs bis acht Sekunden aus – kann den Vagusnerv stimulieren und Stress reduzieren. Auch der Tauchreflex durch kaltes Wasser im Gesicht senkt nachweislich kurzfristig das Stressniveau.
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Digitale Helfer in der Schmerztherapie
Krankenversicherungen erweitern ihr Angebot. Immer mehr Programme zielen auf die psychologische und neurologische Umbewertung von Schmerzen ab. Spezielle Apps für Versicherte mit chronischen Schmerzen ohne klaren körperlichen Befund nutzen die Emotional Awareness and Expression Therapy (EAET). Über mehrere Monate sollen sie eine Verhaltensänderung und Schmerzlinderung bewirken.
In der ästhetischen Medizin gelten Exosome als Hoffnungsträger. Während deren Einsatz in Diagnostik und Krebstherapie intensiv erforscht wird, bleibt die Wirksamkeit in frei verkäuflichen Kosmetikprodukten fraglich. Dermatologen setzen weiterhin auf Retinol als Standard. Die professionelle Anwendung von körpereigenen Vesikeln nach dermatologischen Eingriffen könnte jedoch zur Hautregeneration beitragen.
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