Akupressur in der Palliativmedizin: Kölner Studie prüft Lebensqualität
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 11:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Uniklinik Köln untersucht, ob Akupressur die Lebensqualität von Palliativpatienten verbessern kann. Das Projekt AKiPal startet mit 220.000 Euro Förderung.
Forschung für die letzte Lebensphase
Priv.-Doz. Dr. Dr. Julia Strupp leitet die Studie am Zentrum für Palliativmedizin. Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung finanziert das Vorhaben. Ziel ist es, die Wirkung der Akupressur auf die veränderte Körperwahrnehmung schwerstkranker Menschen zu prüfen.
Patienten am Lebensende leiden oft unter Gewichtsverlust oder funktionellen Einschränkungen. Das beeinträchtigt ihr Selbstbild und das psychische Wohlbefinden erheblich. Die Forscher wollen herausfinden, ob gezielter Druck auf bestimmte Körperpunkte Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Unruhe lindern kann.
Akupressur stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Anders als bei der Akupunktur kommen hier keine Nadeln zum Einsatz, sondern Fingerdruck.
Auszeichnung für Palliativ-Forscherinnen
Die Kölner AKiPal-Studie prüft, ob Akupressur die Lebensqualität von Palliativpatienten verbessert. Unser Ratgeber fasst die wichtigsten Techniken zusammen – für die sofortige Anwendung zu Hause oder in der Pflege. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Der Verein „Endlich e.V.“ feierte im Juli sein 20-jähriges Bestehen – im Zentrum für Informationsökonomie der Uniklinik Köln. Rund 155 Gäste betonten dort die Bedeutung von hospizlicher Begleitung und palliativer Versorgung.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung am 10. Juli: die Verleihung des Heinz-Pichlmaier-Preises. Die Auszeichnung ging an Dr. Elena Rakuša und Dr. Carolin Wilharm. Der Preis würdigt Arbeiten, die das Zusammenwirken von Medizin und hospizlicher Begleitung in den Fokus rücken.
Neue Zentren und digitale Hilfe
Auch außerhalb Kölns tut sich etwas. In Würzburg plant der Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ ein neues Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung. Das Projekt im historischen Rotkreuzhof kostet rund 6 Millionen Euro und soll ab 2027 die Lücke zwischen Klinikaufenthalt und häuslicher Versorgung schließen.
Veränderte Körperwahrnehmung und psychisches Leid belasten Palliativpatienten oft zusätzlich. Akupressur kann hier sanft helfen – ohne Nadeln, nur mit Fingerdruck. Unser Leitfaden zeigt die wirksamsten Punkte. Akupressur-Leitfaden jetzt sichern
Parallel dazu startete im Juli ein Forschungsprojekt der HFH Hamburger Fern-Hochschule und der FH Dresden. Es analysiert bis Mitte 2027 Daten zur Kurzzeit- und Verhinderungspflege – und macht Entlastungsangebote für pflegende Angehörige besser sichtbar.
Die Kölner Akupressur-Forschung reiht sich damit in einen breiteren Trend ein: weg von reiner Medikamententherapie, hin zu ganzheitlicher Betreuung. Komplementäre Ansätze könnten die Symptomlast reduzieren und die Autonomie der Patienten in ihrer letzten Lebensphase stärken.
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