AlbtrÀume, Verstorbene

AlbtrÀume: Verstorbene erscheinen in 62 Prozent der untersuchten FÀlle

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 04:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Symposium der SRH-University Heidelberg beleuchtete Auslöser, wiederkehrende Traumbilder und psychologische Wege zur Entlastung.

AlbtrÀume: Forschung zeigt HÀufigkeit, Motive und mögliche Hilfen
Ein ungemachtes Bett in einem ruhig beleuchteten Schlafzimmer bei Nacht, das eine AtmosphÀre der Stille vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Schlechter Schlaf und beklemmende Traumszenarien belasten viele Menschen regelmĂ€ĂŸig. Welche Mechanismen hinter wiederkehrenden AlbtrĂ€umen stehen und mit welchen Methoden Betroffene gegensteuern können, bildete den Schwerpunkt eines zweitĂ€gigen digitalen Symposiums der SRH-University Heidelberg, das am Mittwochabend endete.

Die Fachkonferenz fasste aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung zusammen und rĂŒckte sowohl die HĂ€ufigkeit als auch therapeutische Möglichkeiten in den Mittelpunkt.

Verbreitung und typische Auslöser in der Bevölkerung

Dass AlbtrĂ€ume kein seltenes RandphĂ€nomen darstellen, verdeutlichten die von der SRH-University Heidelberg prĂ€sentierten Daten. Laut einer Erhebung im Auftrag der Verlagsgesellschaft Spektrum der Wissenschaft leiden rund 13 Prozent der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in Deutschland mindestens einmal pro Woche unter AlbtrĂ€umen.

Die Ursachen fĂŒr diese nĂ€chtlichen Belastungen sind nach Angaben des Psychologen und Tagungsorganisators Jonas Mathes vielschichtig. Neben alltĂ€glichen Belastungsfaktoren wie Stress und allgemeinen Ängsten können auch schwerwiegende psychische Erkrankungen das Auftreten von AlbtrĂ€umen begĂŒnstigen. Insbesondere bei einer posttraumatischen Belastungsstörung treten belastende Trauminhalte gehĂ€uft auf.

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HĂ€ufige Motive und offene Forschungsfragen

Einen detaillierten Einblick in die inhaltliche Zusammensetzung von AlbtrÀumen lieferte die Psychologin Ida Poschmann. Ein Team der UniversitÀt Kopenhagen wertete dazu 21 Studien aus den Jahren 1981 bis 2020 aus.

Die Analyse ergab konkrete Schwerpunkte bei den wiederkehrenden Traumbildern:
- Am hÀufigsten erschienen verstorbene Personen, die in 62 Prozent der untersuchten FÀlle eine Rolle spielten.
- Traumatisierende Erfahrungen bildeten bei 52 Prozent den Kern des getrÀumten Geschehens.
- Geister sowie symbolische Darstellungen traten bei jeweils 48 Prozent der erfassten TrÀume auf.

Poschmann betonte zugleich den Bedarf an weitergehender wissenschaftlicher Arbeit. So sei die soziokulturelle Dimension des PhĂ€nomens bislang vorwiegend mit Blick auf FlĂŒchtlings- und Migrantengruppen untersucht worden, weshalb eine breitere Perspektive in kĂŒnftigen Studien erforderlich sei.

AnsÀtze zur BewÀltigung und Entlastung

FĂŒr Betroffene existieren verschiedene Strategien, um die nĂ€chtlichen Belastungen zu lindern. Fachleute aus der psychologischen Beratung verweisen auf mehrere Ansatzpunkte, die von gezielter AufklĂ€rung ĂŒber Entspannungstechniken bis hin zu verĂ€nderten Schlafgewohnheiten reichen.

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Zudem kommen kognitive Methoden zum Einsatz: VisualisierungsĂŒbungen und das bewusste Umschreiben der belastenden Trauminhalte können dazu beitragen, den negativen Kreislauf aus Angst und Schlafstörungen zu durchbrechen.

Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von SWR.

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