ALDI-Preissenkung: Bis zu 15 Prozent weniger seit Juli
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 06:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Viele Haushalte suchen nach Wegen, ihre Ausgaben zu senken und Rücklagen besser zu verzinsen. Banken locken mit hohen Tagesgeldzinsen, Discounter senken Preise – und die Politik plant Entlastungen.
Zinswettbewerb: Banken buhlen um Kundengelder
Nach Jahren der Niedrigzinsen ist der Kampf um Einlagen neu entbrannt. Vor allem Neukundenangebote locken mit Spitzenwerten. Die estnische Bigbank bietet 4,05 Prozent Zinsen für vier Monate, danach fällt der Satz auf 2,25 Prozent. Chase lockt mit 4,0 Prozent für vier Monate, die Norisbank mit 4,0 Prozent für sechs Monate.
Auch Festgelder werfen Renditen oberhalb der Inflationsrate ab. Die J&T Direktbank gibt für 24 Monate 3,2 Prozent, die SWK Bank und die Volkswagen Bank zahlen 3,1 Prozent. Wichtig zu wissen: Die EU-weite Einlagensicherung schützt Guthaben bis 100.000 Euro.
ALDI senkt Preise – Bonpflicht fällt
Im Einzelhandel tut sich was. Seit Mitte Juli 2026 hat ALDI die Preise für über 20 Artikel um bis zu 15 Prozent gesenkt. Betroffen sind Kaffee, Sommer- und Grillartikel. Löslicher Kaffee kostet nun 5,99 Euro statt 6,99 Euro.
Parallel dazu beschloss das Bundeskabinett den Bürokratieabbau. Die Bonpflicht wird schrittweise abgeschafft – zunächst für Beträge unter 30 Euro. Das soll jährlich 10,4 Milliarden Euro einsparen. Ab Januar 2027 müssen Betriebe mit über 100.000 Euro Jahresumsatz elektronische Registrierkassen mit zertifizierter Sicherheitseinrichtung nutzen.
Stromtarife: Festpreis schlägt Dynamik
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Eine Verivox-Analyse für das erste Halbjahr 2026 zeigt klares Einsparpotenzial. Für einen Drei-Personen-Haushalt waren dynamische Tarife mit 645 Euro günstiger als die Grundversorgung (787 Euro). Der klassische Festpreis lag aber mit 481 Euro vorn.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei Haushalten mit Elektroauto: Die Grundversorgung kostet 1.189 Euro, dynamische Tarife 821 Euro, Festpreise nur 726 Euro.
Steuerentlastungen geplant – aber auch Mehrbelastungen
Diskutiert werden Steuerreformen mit Entlastungen zwischen 17 und 28 Milliarden Euro. Der Grundfreibetrag soll auf 12.900 Euro steigen, das Kindergeld bis 2028 auf 272 Euro.
Doch es gibt auch Schattenseiten: Ab Januar 2027 verdoppeln sich Steuernachzahlungszinsen von 1,8 auf 3,6 Prozent. Der Rentenbeitrag soll bis 2028 auf 19,9 Prozent klettern. Um längeres Arbeiten attraktiver zu machen, ist eine „Aktivrente“ geplant: Ab der Regelaltersgrenze sollen bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdient werden können.
Bargeld bleibt beliebt – aber mit Risiken
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Trotz digitaler Bezahlmethoden ist Bargeld mit 43,7 Prozent das meistgenutzte Zahlungsmittel in Deutschland. Eine Civey-Umfrage zeigt zudem: Besonders junge Leute sammeln Münzen – rund 35 Prozent der 18- bis 29-Jährigen pflegen dieses Hobby.
Rechtlich gibt es keine Obergrenze für Bargeld zu Hause. Doch Vorsicht: Hausratversicherungen ersetzen gestohlenes Bargeld oft nur bis 1.000 oder 2.000 Euro. Ab 2029 gilt EU-weit ein Barzahlungsverbot über 10.000 Euro – zur Geldwäscheprävention.
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