Alpamayo, Super

Alpamayo 2 Super: NVIDIAs neues KI-Modell für autonomes Fahren

02.06.2026 - 02:14:41 | boerse-global.de

NVIDIA präsentiert auf der GTC Taipei das KI-Modell Alpamayo 2 Super für selbstfahrende Autos der Stufe 4.

Alpamayo 2 Super: NVIDIAs neues KI-Modell für autonomes Fahren - Bild: über boerse-global.de
Alpamayo 2 Super: NVIDIAs neues KI-Modell für autonomes Fahren - Bild: über boerse-global.de

Der US-Chipkonzern setzt damit neue Maßstäbe für die Sicherheit und Effizienz von Robotaxis.

Alpamayo 2 Super: Drei Mal mehr Rechenleistung

Das neue Alpamayo 2 Super ist ein sogenanntes Vision-Language-Action-Modell (VLA) mit 32 Milliarden Parametern. Es wurde speziell für autonomes Fahren der Stufe 4 entwickelt – also Fahrzeuge, die ohne menschliche Eingreifen auskommen. Die Parameterzahl hat sich im Vergleich zum Vorgänger verdreifacht.

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Die technischen Neuerungen sind beeindruckend: Das System verfügt über eine 360-Grad-Wahrnehmung und führt sogenannte Meta-Aktionen aus. Dabei denkt die KI komplexe Manöver durch, bevor sie sie tatsächlich ausführt. Besonders clever: Eine neue Auto-Labeling-Pipeline verkürzt die Datenannotationszeit von Monaten auf wenige Tage.

NVIDIA will das Modell im Sommer 2026 auf GitHub und Hugging Face veröffentlichen. Bereits jetzt wurden frühere Versionen der Alpamayo-Architektur rund 400.000 Mal heruntergeladen. Zur Unterstützung des Ökosystems bringt der Konzern gleich zwei neue Werkzeuge mit: AlpaGym für geschlossene KI-Trainingsschleifen und OmniDreams zur Generierung synthetischer Szenarien.

Cosmos 3: Das Fundament für physische KI

Einen Tag zuvor, am 31. Mai, hatte NVIDIA bereits Cosmos 3 vorgestellt – ein Foundation-Modell für physische KI, das Reasoning, Videogenerierung und Handlungsvorhersage kombiniert. Es gibt zwei Versionen: eine 16-Milliarden-Parameter-Variante ("Nano") und eine 64-Milliarden-Parameter-Version ("Super"). Bei Benchmarks wie VANTAGE-Bench und Physics-IQ liegt das Modell derzeit an der Spitze.

Partner setzen auf NVIDIAs Ökosystem

Die Industrie reagiert schnell. Der israelische Softwareentwickler Foretellix präsentierte am Montag eine Referenzlösung für das Alpamayo-Ökosystem. Sie umfasst Datenaufbereitung, synthetische Datengenerierung und Validierung – und wird am 5. Juni auf der CVPR-Konferenz live vorgeführt.

Auch bei Fertigungsprozessen zeigt die Technologie Wirkung: TSMC und Pegatron konnten ihre Trainingszeiten um 67 Prozent reduzieren, Foxconn steigerte die Fertigungsausbeute um drei Prozent.

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BYD kontert mit eigenem Chip

Während NVIDIA auf Software setzt, kommt die Hardware-Konkurrenz aus China. Der Autobauer BYD enthüllte am Montag den Xuanji A3 – nach eigenen Angaben Chinas ersten in Serie produzierten 4-Nanometer-Automobilchip. Mit einer Drei-Chip-Konfiguration erreicht das System über 2.100 TOPS Rechenleistung und unterstützt autonomes Fahren der Stufen 3 und 4.

Die Entwicklung des Chips verschlang über 100 Milliarden Yuan (rund 14,75 Milliarden Euro). BYD beschäftigt mittlerweile mehr als 7.000 Chip-Ingenieure und betreibt fünf Wafer-Fabriken. Der Xuanji A3 geht bereits in Großserie für das Fahrassistenzsystem DiPilot 300.

Handelskonflikte treiben Chip-Abkehr voran

Die technologischen Fortschritte fallen in eine Zeit verschärfter Handelsrestriktionen. Das US-Handelsministerium stellte am Montag klar, dass Exportbeschränkungen für NVIDIAs Blackwell- und Rubin-Architekturen auch für ausländische Tochtergesellschaften chinesischer Firmen gelten.

Die chinesische Chipindustrie reagiert mit einem Strategiewechsel: Weg von universellen GPUs, hin zu maßgeschneiderten ASICs. Marktanalysten prognostizieren, dass Huawei 2026 einen Marktanteil von 62 Prozent bei chinesischen KI-Chips erreichen könnte. Die Ascend-950-Chips und Cambricons Siyuan 690 sollen NVIDIAs exportkonforme Alternativen um 50 bis 150 Prozent in der Verarbeitungsgeschwindigkeit übertreffen. Goldman Sachs erwartet, dass sich dieser Trend bis 2028 weiter beschleunigt.

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