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Altersvorsorge 2027: Altersvorsorgedepot ersetzt Riester-Rente

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 00:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Bundesregierung plant tiefgreifende Reformen: Das Altersvorsorgedepot ersetzt die Riester-Rente, die Rente mit 63 wird abgeschafft.

Altersvorsorgedepot 2027: Riester-Aus und Rente mit 63 vor dem Ende
Altersvorsorge - Ein minimalistisches Bild von rechtlichen Dokumenten, einem Stift und einer dezenten digitalen Schnittstelle auf einem Holztisch. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot als Riester-Nachfolger, das Erbrecht wird vereinfacht, und die Rente mit 63 steht vor dem Aus. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Sterbeverfügungen werden einfacher

Der Nationalrat beschloss Anfang Juli 2026 eine vereinfachte Verlängerung von Sterbeverfügungen. Ziel: weniger Bürokratie für Betroffene. Bereits im Juni tagte die Justizministerkonferenz in Hamburg zur Modernisierung des Erbrechts.

Die Justizressorts fordern eine Vereinfachung der Nachlassverfahren. Konkret prüfen sie die Erbausschlagungsfrist und die Einführung eines günstigeren Erbscheins für Grundbuchzwecke. Das soll Erbfälle schneller abwickeln.

Ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht (Az. 1 BvR 804/22) zur Erbschaftsteuer könnte zusätzlichen Reformdruck erzeugen. Es betrifft die Verschonungsregeln für Betriebsvermögen. Experten raten daher, die vorweggenommene Erbfolge und Schenkungen im Blick zu behalten.

Das Altersvorsorgedepot kommt

Ab dem 1. Januar 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente. Anders als beim Vorgänger entfällt die Beitragsgarantie. Das ermöglicht höhere Renditechancen am Kapitalmarkt – aber auch mehr Risiko.

Die staatliche Förderung beträgt maximal 540 Euro pro Jahr. Die Kostenobergrenze liegt bei 1,0 Prozent pro Jahr. Finanzexperten empfehlen, die Eröffnung eines Depots oder den Übertrag bestehender Riester-Verträge frühzeitig vorzubereiten.

Für Bezieher höherer Einkommen könnten sich durch den Wechsel steuerliche Vorteile ergeben. Die Verbraucherzentralen rechnen mit einer verstärkten Vertriebstätigkeit der Finanzdienstleister noch vor dem Start.

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Die Riester-Rente wird 2027 durch das Altersvorsorgedepot abgelöst. Ohne Beitragsgarantie eröffnen sich höhere Renditechancen, aber auch mehr Risiko. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihr Depot optimal nutzen und bestehende Verträge übertragen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Aus für die Rente mit 63

Die Bundesregierung plant die Abschaffung der Rente mit 63. Grundlage sind Empfehlungen der Alterssicherungskommission. Pro Rentnerjahrgang sollen so etwa 9,5 Milliarden Euro eingespart werden.

Das Geld soll den Fachkräftemangel abfedern und das System stabilisieren. Für rentennahe Jahrgänge ist ein Vertrauensschutz vorgesehen. Die genauen Übergangsfristen sind noch offen.

Auch bei der Witwenrente zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Die Rentenkommission plant, sie durch ein verpflichtendes Rentensplitting zu ersetzen. Die Empfehlungen sollen bis Mitte 2026 finalisiert werden.

Für Ehepartner mit großen Einkommensunterschieden könnte das deutliche Einbußen bedeuten. Fragen zum Bestandsschutz bestehender Ehen sind noch ungeklärt. Der Bundeshaushalt 2027 sieht zudem eine Kürzung des Rentenzuschusses vor, der Beitragssatz bleibt bei 18,6 Prozent.

Mehr Vorsorge im Gesundheitswesen

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnte Anfang Juli 2026 vor Übertherapie. Zwischen 33 und 38 Prozent der Patienten sind in den letzten sechs Lebensmonaten betroffen. Fachleute fordern eine stärkere Integration von Palliativteams und die Nutzung von Notfallausweisen.

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Besserverdiener können beim Wechsel zum Altersvorsorgedepot von Steuervorteilen profitieren. Die staatliche Förderung beträgt maximal 540 Euro pro Jahr. Wer seine Riester-Altverträge frühzeitig überträgt, vermeidet unnötige Kosten. Steuervorteile sichern – Leitfaden anfordern

Bei der Organspende bekräftigte die Bundesärztekammer ihre Forderung nach einer Widerspruchslösung. Der Hintergrund: 2025 standen über 6.000 Patienten auf der Warteliste für eine Niere, aber nur rund 2.000 Transplantationen wurden durchgeführt.

Auch die Darmkrebsvorsorge bereitet Sorgen. Bei Erwachsenen unter 40 Jahren steigt die Inzidenz jährlich um bis zu 3,9 Prozent. Warnsignale sind unter anderem Eisenmangelanämie und anhaltende Stuhlveränderungen.

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