Altersvorsorge: Neues Depot ab 2027 mit 390 Euro Staatszulage
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 06:42 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Institute in Dortmund und Osnabrück führen sogenannte Finanzakademien ein. Nutzer können dort mit Selbst-Checks und themenbasierten Kursen ihr Wissen über Sparen, Investieren und Vermögensaufbau vertiefen.
In Heidelberg geht man noch einen Schritt weiter. Dort wird die Finanzplanung in acht spezifische Themenfelder unterteilt. Neben Kontenführung und Kreditwesen gehören auch die Altersvorsorge, Absicherungsstrategien und der Vermögensaufbau für Kinder dazu. Ziel ist eine auf die jeweilige Lebensphase abgestimmte Finanzstrategie.
Die Vorsorgelücke wird größer
Eine ING-Umfrage für 2026 zeigt alarmierende Zahlen: 27 Prozent der Befragten haben keinerlei Ersparnisse. Im Vorjahr waren es noch 23,5 Prozent. Die Hälfte der Betroffenen gibt an, dass das Einkommen nicht für Rücklagen reicht.
Finanzexperten empfehlen deshalb eine Reserve von zwei bis drei Monatsgehältern. Für den langfristigen Vermögensaufbau raten sie zu kapitalmarktbasierten Instrumenten. Das klassische Sparbuch verliert durch die Inflation an Kaufkraft. Stattdessen empfehlen Fachleute ETF-Sparpläne – etwa für die Anlage des Kindergeldes, das derzeit bei 259 Euro pro Monat liegt.
Neues Altersvorsorgedepot ab 2027
Ab dem 1. Januar 2027 soll ein neues Altersvorsorgedepot die private Vorsorge stärken. Die Rechnung: Wer monatlich 100 Euro einzahlt und eine Rendite von fünf Prozent erzielt, kann nach 30 Jahren auf einen Depotwert von rund 112.000 Euro kommen. Das Modell sieht zudem eine staatliche Grundzulage von 390 Euro pro Jahr vor.
Parallel bereitet sich die Finanzbranche auf die Verwaltung von Milliardenbeträgen vor. Spezialisierte Manager wie Anja Mikus übernehmen die Steuerung der Gelder für die Altersvorsorge.
Ab 2027 kommt das neue Altersvorsorgedepot mit einer staatlichen Grundzulage von 390 Euro pro Jahr. Wer monatlich 100 Euro einzahlt, kann nach 30 Jahren auf rund 112.000 Euro kommen. Unser kostenloser Leitfaden erklärt, wie Sie die Zulage optimal nutzen und mit einem ETF-Sparplan langfristig Vermögen aufbauen. Jetzt Leitfaden zum Altersvorsorgedepot sichern
Sport und Spenden: Geld durch Engagement
Finanzielle Mittel lassen sich auch durch gemeinschaftliches Engagement generieren. Anfang Juli erzielte der Lions Club Essen-Ruhrtal bei einer Benefiz-Bike-Tour einen Bruttoerlös von rund 14.000 Euro. Das Geld fließt in Schwimmkurse an einer Förderschule und Kurse für Heimkinder.
Ein ähnliches Konzept verfolgt eine Lauf-Challenge im Raum Stuttgart, die am 6. Juli startete. Pro Kilometer wandern 10 Cent an eine soziale Einrichtung. Das Spendenziel: bis zu 3.000 Euro für die Paulinenpflege Winnenden.
Steuertricks und Haushaltsplanung
Für Privatversicherte gibt es Spielräume bei der Steuer. Experten raten, Basisbeiträge zur privaten Krankenversicherung für bis zu drei Jahre vorauszuzahlen. Das bringt vor allem bei hohen Einkommen erhebliche Steuerersparnisse. Die Basisbeiträge sind unbegrenzt als Sonderausgaben absetzbar. Für Angestellte gilt ein Höchstbetrag von 1.900 Euro, für Selbstständige von 2.800 Euro.
27 Prozent der Deutschen haben keinerlei Ersparnisse – und das Sparbuch verliert durch Inflation an Kaufkraft. Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 bietet eine staatliche Zulage von 390 Euro pro Jahr und die Chance auf renditestarken Vermögensaufbau. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, wie auch Sie Ihre Vorsorgelücke schließen können. Vorsorgelücke schließen – Leitfaden anfordern
Derweil prägen umfangreiche Haushaltsplanungen das finanzielle Umfeld. Der Haushaltsentwurf für 2027 sieht Gesamtausgaben von 555,4 Milliarden Euro vor. Die Neuverschuldung im Kernhaushalt liegt bei 118,7 Milliarden Euro. Inklusive Sondervermögen summiert sie sich auf rund 200 Milliarden Euro.
Der Verteidigungsetat soll auf 109,7 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig sind Einsparungen bei Wohngeld, Elterngeld und dem Klima- und Transformationsfonds geplant. Neue Steuereinnahmen sollen aus den Bereichen Plastik, Tabak und Kryptowährungen kommen.
