Alzheimer-PrÀvention, Diabetes-Medikamente

Alzheimer-PrÀvention: Diabetes-Medikamente senken Risiko um 43%

21.06.2026 - 19:12:45 | boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Glucosamin könnte bei kognitiven EinschrÀnkungen das Demenzrisiko steigern. Diabetes-Medikamente hingegen senken es deutlich.

Glucosamin-Studie: Erhöhtes Alzheimer-Risiko durch NahrungsergÀnzung
Alzheimer-PrĂ€vention - Eine Ă€ltere Hand hĂ€lt eine Tablette, im Hintergrund verschwommen weitere Pillen und medizinische GerĂ€te. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das Mittel könnte das Alzheimer-Risiko erhöhen. Eine neue Studie der University of Florida zeigt: Bei Patienten mit leichter kognitiver BeeintrÀchtigung steigt die Gefahr um 25 Prozent. Bei bestehender Demenz sogar das Sterberisiko. Der Grund: Eine Hyperglykosylierung im Gehirn.

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Diabetes-Medikamente als Trumpf gegen Demenz

Ganz anders sieht es bei Diabetes-Wirkstoffen aus. Das National Institutes of Health veröffentlichte im Juni Daten im Journal JAMA: SGLT2-Inhibitoren senken das Alzheimer-Risiko bei Diabetikern um 43 Prozent. GLP-1-Rezeptor-Agonisten immerhin um 33 Prozent. Ein vielversprechender Ansatz.

Omega-3: Die ErnĂŒchterung

Die Hoffnung auf Omega-3-FettsĂ€uren als GedĂ€chtnis-Booster? Fehlanzeige. Eine Studie der Keck Medicine of USC mit 365 Probanden zwischen 55 und 80 Jahren brachte keine Verbesserungen. Weder GedĂ€chtnis noch Hippocampus-Volumen profitierten von tĂ€glich 2.000 mg DHA – trotz steigender Blutwerte.

Pilz-Wirkstoff und Darm-Metabolit: Neue HoffnungstrÀger

An der UC Berkeley lĂ€uft die PLASTICITY-Studie. Die Forscher testen Psilocybin an gesunden Senioren zwischen 60 und 85 Jahren. Dosierungen von 1 bis 30 mg sollen per Hirnscan zeigen, ob der Pilz-Wirkstoff Stressregulation und neuronale AnpassungsfĂ€higkeit fördert. Belastbare Ergebnisse? Noch nicht – die Forschung steht am Anfang.

Urolithin B hingegen zeigt in Mausmodellen bereits Erfolge. Der Metabolit der Darmmikrobiota aktiviert den PI3K/Akt-Signalweg und schwĂ€cht den Zelltod von Neuronen ab. Kognitive Defizite verbesserten sich. Ein Kandidat fĂŒr kĂŒnftige Therapien.

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Kochen als Anti-Demenz-Training

Eine japanische Langzeitstudie mit rund 11.000 Senioren liefert erstaunliche Zahlen: Wer mindestens einmal pro Woche kocht, senkt sein Demenzrisiko. Bei MĂ€nnern um 23 Prozent, bei Frauen um 27 Prozent. Besonders stark profitieren Personen mit geringen Kochkenntnissen – hier sinkt das Risiko um bis zu 67 Prozent. Die ErklĂ€rung: Feinmotorik und Gehirngesundheit hĂ€ngen eng zusammen.

Soziale Ungleichheit altert schneller

Das Max-Planck-Institut fĂŒr Bildungsforschung und die Columbia University werteten Daten von rund 66.000 Personen aus. Die Metaanalyse zeigt: Soziale Benachteiligung beschleunigt die biologische Alterung – messbar ĂŒber epigenetische Uhren bereits ab der Kindheit.

Bluttest in 17 Minuten

Ein neuer Test auf das Protein p-Tau217 erkennt Alzheimer frĂŒh. Ergebnis in 17 Minuten, CE-Kennzeichnung liegt vor. Prof. Claudio Bassetti warnt: Nicht jede kognitive Einbuße ist normal. Die Unterscheidung zwischen gesundem Altern und beginnender Demenz sei entscheidend.

KI und Impfung als PrÀvention

Das Fraunhofer IIS forscht an KI-gestĂŒtzten Systemen fĂŒr den Erhalt mentaler LeistungsfĂ€higkeit im Alter. Und ein simpler Impfstoff könnte ebenfalls helfen: Daten deuten darauf hin, dass eine GĂŒrtelrose-Impfung das allgemeine Demenzrisiko um 24 Prozent senkt.

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