Alzheimer-Risiko, Niedrige

Alzheimer-Risiko: Niedrige HĂ€moglobinwerte gehen mit 14 Prozent Plus einher

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 20:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine sĂŒdkoreanische Langzeituntersuchung findet bei niedrigen und hohen HĂ€moglobinwerten statistische ZusammenhĂ€nge mit Demenzrisiken, aber keinen Kausalnachweis.
Medizinische LaborausrĂŒstung mit Blutentnahmeröhrchen auf einem sterilen Labortisch bei natĂŒrlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Eine im Oktober 2026 im Fachjournal Journal of Alzheimer’s Disease veröffentlichte und auf dem ECNP-Kongress in MĂŒnchen vorgestellte Studie liefert neue Einblicke in den Zusammenhang zwischen Blutwerten und kognitiver Gesundheit. Die Forschungsarbeit zeigt, dass die HĂ€moglobinkonzentration im Blut mit der Wahrscheinlichkeit korreliert, im spĂ€teren Leben an Alzheimer oder anderen Demenzformen zu erkranken.

Langzeitdaten von ĂŒber 300.000 Erwachsenen

Grundlage der Untersuchung bildete eine umfangreiche Kohorte aus SĂŒdkorea. Das Forschungsteam analysierte Daten von insgesamt 316.542 Erwachsenen ab einem Alter von 40 Jahren. Die Erhebung erstreckte sich ĂŒber den Zeitraum von 2004 bis 2019 und umfasste einen Nachbeobachtungszeitraum von 15 Jahren.

Im Zentrum der Analyse stand die Einteilung der Probanden nach ihren HĂ€moglobinwerten in FĂŒnftel (Quintile), um Abweichungen im Vergleich zu einer definierten Referenzgruppe mit mittleren Werten statistisch zu erfassen.

Risiken an den RĂ€ndern des HĂ€moglobin-Spektrums

Die Auswertung ergab, dass sowohl besonders niedrige als auch besonders hohe HÀmoglobinwerte mit verÀnderten Krankheitsrisiken einhergehen:

  • Demenz aller Ursachen: Personen im untersten Quintil der HĂ€moglobinwerte wiesen im Vergleich zur Referenzgruppe ein um 16 Prozent höheres Risiko fĂŒr Demenzerkrankungen jeglicher Ursache auf. Bei Personen im obersten Quintil lag das Risiko um 7 Prozent höher.
  • Alzheimer-Demenz: Speziell fĂŒr die Alzheimer-Krankheit korrelierten niedrige HĂ€moglobinwerte mit einem um 14 Prozent höheren Risiko.
  • VaskulĂ€re Demenz: Dieser Subtyp zeigte an beiden Enden der Skala deutliche AusschlĂ€ge. Die niedrigsten Werte waren mit einem um 19 Prozent höheren Risiko verbunden, wĂ€hrend Personen mit den höchsten Werten ein um 18 Prozent erhöhtes Risiko aufwiesen.
Anzeige

Was Ihre Blutwerte tatsĂ€chlich ĂŒber Ihre langfristige Gesundheit aussagen, bleibt fĂŒr viele Laien oft ein RĂ€tsel. Dieser kostenlose 25-seitige Report erklĂ€rt verstĂ€ndlich, welche Werte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Vitalstoff-Versorgung gezielt optimieren. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern

Statistische Assoziation ohne direkte KausalitÀt

Fachleute ordnen die ermittelten ZusammenhĂ€nge als statistische Assoziationen und nicht als ursĂ€chlichen Wirkmechanismus ein. Die Daten erlauben keine individuelle Risikovorhersage fĂŒr einzelne Patientinnen und Patienten.

Stattdessen wird der HĂ€moglobinspiegel von Forschenden als möglicher Indikator fĂŒr eine allgemeine physiologische VulnerabilitĂ€t betrachtet. Aus den Resultaten leitet sich ausdrĂŒcklich keine Empfehlung ab, EisenprĂ€parate zur Vorbeugung von Demenzerkrankungen einzunehmen, da eine solche Intervention durch die vorliegenden Beobachtungsdaten nicht gestĂŒtzt wird.

Anzeige

Wer sich mit dem Erhalt der geistigen Fitness beschĂ€ftigt, kann bereits im Alltag viel fĂŒr die eigene Vorsorge tun. Dieser kostenlose Ratgeber liefert praktische Gehirnjogging-Übungen und ErnĂ€hrungstipps, um die Konzentration zu stĂ€rken und Demenz aktiv vorzubeugen. Gratis-Ratgeber fĂŒr geistige Fitness herunterladen

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70466260 |