AMD, Mext

AMD kauft Mext: Speicherkosten für KI-Systeme sinken um 40%

16.06.2026 - 05:23:36 | boerse-global.de

AMD übernimmt Startup Mext für günstigere KI-Speicher. Die Aktie steigt deutlich, Analysten sehen strategischen Vorteil.

AMD kauft Mext: KI-Speicherkosten drastisch senken
AMD - A stylized glowing circuit board with intricate pathways and abstract digital lines, symbolizing data center memory optimization and AI. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ziel ist es, teure Arbeitsspeicher-Kosten drastisch zu senken.

Die Übernahme wurde am Montag bekannt gegeben. Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Predictive Memory"-Technologie von Mext. Sie ermöglicht es, NAND-Flash-Speicher wie schnellen DRAM zu nutzen. Das System erkennt automatisch, welche Daten selten gebraucht werden, und verschiebt sie auf günstigere Speichermedien.

KI-gesteuerte Speicheroptimierung senkt Kosten drastisch

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Die Technologie verspricht Einsparungen von bis zu 40 Prozent bei den Gesamtkosten für Cloud-Anbieter und Unternehmen. Gerade bei KI-Workloads sind Speicherengpässe ein häufiges Problem – sie bremsen die Rechenleistung aus. Mit Mexts Ansatz lässt sich die effektive Speicherkapazität erhöhen, ohne teure Hardware nachzukaufen.

Gary Smerdon, CEO von Mext, bestätigte den Wechsel zu AMD. Das Team werde die Optimierungswerkzeuge beim Chipriesen weiterentwickeln.

Börse reagiert begeistert: Kursrallye nach Übernahme

Die Anleger zeigten sich euphorisch. Die AMD-Aktie schloss am Montag mit einem Plus von fast sieben Prozent bei 547,26 US-Dollar. Damit kletterte die Marktkapitalisierung des Konzerns über die 900-Milliarden-Dollar-Marke.

Analysten bewerten den Deal positiv. Benchmark-Experte Code Acree spricht von einer strategisch wertvollen Ergänzung. Die Citigroup hob die Aktie auf Kaufen mit einem Kursziel von 575 Dollar. Die Analysten sehen AMD gut positioniert im KI-Sektor und prognostizieren KI-bezogene Umsätze von umgerechnet rund 30 Milliarden Euro bis 2027. Die genauen finanziellen Details der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben.

Speichermarkt unter Druck: Preisexplosion erwartet

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Der Zeitpunkt der Übernahme ist kein Zufall. Die Speicherpreise steigen rasant. Marktforscher von Aletheia Capital warnen: Die Preise für High Bandwidth Memory (HBM) könnten sich bis 2027 jährlich verdoppeln. Auch die durchschnittlichen DRAM-Preise sollen im dritten Quartal 2026 um 30 Prozent zulegen.

Der Grund: Speicherbausteine machen einen immer größeren Anteil der KI-Hardware-Kosten aus. Prognosen zufolge werden sie bis 2027 über 70 Prozent des Gesamtwerts von KI-Systemen ausmachen – 2025 lag dieser Anteil noch bei etwa 45 Prozent. Technologien, die günstigen Flash-Speicher als DRAM-Ersatz nutzen, werden damit enorm wertvoll.

Hersteller wie SK Hynix reagieren bereits: Sie planen, die Produktion bis 2031 zu verdoppeln und die Fertigungskapazitäten bis 2034 zu verdreifachen. Der Bedarf der KI-Ära scheint unersättlich – und AMD positioniert sich mit dem Mext-Zukauf genau in dieser Wachstumslücke.

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