AMD MI355X gegen Nvidia B200: Morehs Leistungswerte sind nicht unabhĂ€ngig geprĂŒft
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 11:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer sĂŒdkoreanische KI-Softwareentwickler Moreh hat auf der Veranstaltung AMD Advancing AI World Tour Seoul 2026 im Hotel Westin Seoul Josun Parnas seine Softwarestrategie fĂŒr sogenannte Token-Fabriken vorgestellt.
Wie Medien am 4. November 2026 berichteten, erzielte das hauseigene MoAI Inference Framework nach Unternehmensangaben beim Einsatz aktueller Open-Source-Modelle auf dem Beschleuniger AMD Instinct MI355X unter allgemeinen Servicebedingungen mehr als den doppelten Inferenzdurchsatz im direkten Vergleich zu Nvidias B200.
Heterogene Clusterarchitektur und Optimierung im Software-Stack
Das MoAI Inference Framework bĂŒndelt mehrere Kernfunktionen in einem gemeinsamen Stack: Es integriert die Modelloptimierung, spezifische Anpassungen an verschiedene AMD-GPU-Generationen sowie Verfahren fĂŒr die heterogen verteilte Inferenz. Neben dem reinen Leistungsvergleich homogener Systeme prĂ€sentierte Moreh auch Messwerte fĂŒr gemischte Umgebungen.
In einer heterogenen Konfiguration, bei der Grafikprozessoren von Nvidia fĂŒr die Prefill- beziehungsweise Prompt-Verarbeitung und AMD-Beschleuniger fĂŒr die Dekodierung sowie Antwortgenerierung zustĂ€ndig waren, lag die Durchsatzrate laut Herstellerangaben um etwa das 1,7-Fache ĂŒber der Leistung homogener GPU-Cluster.
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Moreh-Chef Cho Kang-won betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die Grundlage des Wettbewerbs in der Branche zunehmend vom bloĂen Bestand an Grafikprozessoren hin zu den tatsĂ€chlichen Kosten pro generiertem Token verschiebe.
Markteinsatz und methodische EinschrÀnkungen
Moreh liefert seine Betriebssoftware fĂŒr heterogene Token-Fabriken im Jahr 2026 an mehrere Kunden im In- und Ausland. Der Entwickler greift dabei auf mehrjĂ€hrige Erfahrung mit AMD-Systemen zurĂŒck: Seit der Kommerzialisierung eines auf AMD-Grafikprozessoren basierenden KI-Cloud-Dienstes gemeinsam mit dem sĂŒdkoreanischen Telekommunikationskonzern KT im Jahr 2021 betreibt das Unternehmen mehr als 2.000 AMD-GPUs. Die AktivitĂ€ten stehen im Kontext ĂŒbergeordneter PlĂ€ne in SĂŒdkorea, den Ausbau der nationalen KI-Infrastruktur gemeinsam mit AMD voranzutreiben.
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Trotz der gemeldeten Leistungswerte verweisen Berichte auf offene Fragen bei der ĂberprĂŒfbarkeit. Demnach sind weder die Verdopplung des Durchsatzes gegenĂŒber Nvidias B200 noch der 1,7-fache Durchsatz im heterogenen Verbund bislang von unabhĂ€ngiger Seite verifiziert worden.
Zudem gehe aus den Veröffentlichungen teilweise nicht vollstĂ€ndig hervor, auf welche spezifische Softwarekomponente innerhalb des Stacks das Messergebnis primĂ€r zurĂŒckzufĂŒhren ist.
