AMD-Treiber 26.6.1: RX 5000 und 6000 nur noch Sicherheitsupdates
22.06.2026 - 03:13:06 | boerse-global.de
AMD stellt RX 5000 und 6000 Serien auf Wartungsmodus – nur noch Sicherheitsupdates.
Der Chiphersteller hat mit der Radeon Software Adrenalin Edition 26.6.1 ein umfangreiches Treiber-Update veröffentlicht. Doch die gute Nachricht für Besitzer aktueller Karten hat einen Haken: Ältere Generationen werden künftig nur noch eingeschränkt unterstützt.
Neue Features, alte Sorgen
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Der am 21. Juni 2026 veröffentlichte Treiber bringt WHQL-zertifizierte Optimierungen für über 50 Spiele. Besonders sticht die verbesserte Radeon Chill-Funktion hervor, die den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent senken soll. Auch die Latenz-Technologien Anti-Lag 2 und Radeon Boost sowie die neueste Version von FidelityFX Super Resolution (FSR) wurden überarbeitet.
Doch die Kehrseite: Bereits mit Version 25.10.2 hatte AMD die RDNA 1 (RX 5000 Serie) und RDNA 2 (RX 6000 Serie) auf Wartungsmodus gesetzt. Diese Karten – einige davon kamen 2020 auf den Markt – erhalten zwar weiterhin kritische Sicherheitsupdates, aber keine spielspezifischen Leistungsoptimierungen mehr. Zukünftige Treiberverbesserungen bleiben den aktuellen RDNA 3 und RDNA 4 Architekturen vorbehalten. Zum Vergleich: Konkurrent Nvidia unterstützt ältere Hardware oft über einen deutlich längeren Zeitraum aktiv.
FSR 4.1 kommt – aber mit Abstrichen
AMD hat bestätigt, dass FSR 4.1 Anfang Juli 2026 breiter verfügbar sein wird. Die Technologie, die bisher exklusiv der RDNA 4 Architektur vorbehalten war, wird dann auch für RDNA 3 (RX 7000 Serie) freigegeben. Ein technisch bedeutsamer Wechsel: Version 4.1 setzt auf INT8 statt FP8 für hardwarebasierte KI-Beschleuniger.
Besitzer von RDNA 3 Karten können die neue Version möglicherweise per Treiber-Override für Spiele aktivieren, die derzeit FSR 3.1 unterstützen. Allerdings deuten erste Tests auf eine rund 10 Prozent geringere Leistung im Vergleich zur neuen RX 9000 Serie hin – ein Preis, den die ältere Hardware zahlen muss.
Stabilitätsprobleme bei Early-Access-Titeln
Nutzerberichte vom 20. Juni 2026 zeigen Stabilitätsprobleme mit aktuellen Early-Access-Spielen. Spieler von Subnautica 2 und Marvel Rivals melden Abstürze unter Treiberversion 26.5.2 auf RX 9000 Karten. Als Übergangslösung wird ein Downgrade auf Version 26.3.1 empfohlen. Einige der Probleme scheinen jedoch eher auf bestimmte High-End-Prozessoren zurückzugehen als auf die Grafikkartentreiber selbst.
In einer separaten Entwicklung kündigte AMD am 20. Juni an, eine umstrittene Entscheidung rückgängig zu machen: Die Transparent Secure Memory Encryption (TSME) wird doch nicht aus den Ryzen 9000 Prozessoren entfernt. Nach Kritik aus der Community soll die Funktion per BIOS-Update zurückkehren.
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Neue Diagnose-Tools und regionale Aktionen
Microsoft testet derzeit eine neue Diagnosefunktion namens DirectX Dump Files (.dxdmp). Sie soll bei der Fehlersuche von GPU-bedingten Abstürzen unter Windows helfen. Das Tool befindet sich in der öffentlichen Vorschau und benötigt Windows-Versionen wie 24H2 oder 25H2 sowie kompatible Treiber von AMD, Intel oder Nvidia. Die vollständige Einführung ist für Herbst 2026 geplant.
In Asien läuft derweil eine Promotion: Vom 19. bis 27. Juni 2026 lockt AMD Philippines mit Geschenkgutscheinen für Käufer der RX 9070 XT oder RX 9060 XT – angeboten über Partner wie ASUS, Gigabyte und Sapphire. Ob ähnliche Aktionen nach Europa kommen, ist noch offen.
