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Android 15: Google isoliert sensible Daten in vertraulichem Profil

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 23:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google führt mit Android 15 ein vertrauliches Profil für sensible Daten ein und treibt die Entwicklung lokaler KI-Modelle voran.

Android 15: Neues vertrauliches Profil und Offline-KI von Google
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt ein leuchtendes Vorhängeschloss-Symbol über verschwommenen digitalen Datenströmen, das Datensicherheit symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Gleichzeitig arbeitet der Konzern an KI-Modellen, die ohne Cloud auskommen.

Vertrauliches Profil für mehr Privatsphäre

Die neue Funktion erlaubt eine strikte Trennung zwischen alltäglichen Apps und sensiblen Daten. Nutzer können innerhalb des geschützten Bereichs Apps doppelt installieren oder mit einem separaten Google-Konto betreiben.

Die Einrichtung erfolgt über die Systemeinstellungen unter „Datenschutz und Sicherheit". Ein wichtiges Detail: Bei gesperrtem Gerät lässt sich der Bereich komplett verbergen. Allerdings gibt es Einschränkungen. Im geschlossenen Zustand zeigt das System keine Benachrichtigungen aus dem vertraulichen Profil an. Eine Cloud-Sicherung der dort gespeicherten Inhalte ist laut aktuellen Spezifikationen nicht vorgesehen.

Verunsicherung bei Gesundheitsdaten

Samsung-Health-Nutzer wurden Mitte Juli durch eine Mitteilung verunsichert. Die App warnte, dass beim Widerruf der KI-Datennutzung auch die Cloud-Synchronisation und Gesundheitsdaten betroffen sein könnten.

Das Unternehmen stellte klar: Nur die speziell fürs KI-Training gesammelten Daten werden gelöscht. Die Gesundheitswerte und die Cloud-Synchronisation bleiben erhalten. Dennoch überarbeitet Samsung die Hinweismeldung. Die standardmäßig aktivierte Freigabe für KI-Modelle bleibt ein heißes Eisen in der Datenschutzdebatte.

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On-Device-KI als nächster Schritt

Parallel zu den Sicherheitsfunktionen treibt Google die Entwicklung lokaler KI voran. Das Modell Gemma 4 E2B mit rund 2,3 Milliarden effektiven Parametern ist für kommende Geräte mit dem Tensor-G5-Prozessor optimiert. Bilderkennung, Audio-Transkriptionen und Reiseplanungen sollen offline funktionieren.

Für Android 17 ist mit der Funktion Rambler ein weiterer Offline-Spracherkennungsdienst auf Basis von Gemini Nano v3 geplant. Die Hardware-Anforderungen steigen: Für eine reibungslose Ausführung sind mindestens 12 Gigabyte RAM und Prozessoren ab Baujahr 2026 nötig.

Regulatorische Prüfung und Sicherheitsupdates

Während Google technisch aufrüstet, bekommen die Voreinstellungen des Betriebssystems Ärger mit den Behörden. Die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) prüft vorab, warum Google den Choice Screen zur Auswahl alternativer Suchmaschinen in der Schweiz nicht mehr anbietet. Im EU-Raum bleibt die Auswahlpflicht aufgrund des Digital Markets Act bestehen.

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Experten weisen zudem auf die EU-Ökodesign-Verordnung hin. Seit Juni 2025 müssen Hersteller für neue Geräte mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates bereitstellen. Nutzer sollten den Status ihrer Sicherheitspatches regelmäßig in den Telefoninformationen prüfen. Kritische Berechtigungen wie Zugriff auf Eingabehilfen oder Hintergrundstandort gehören nur in verifizierte Hände – sonst drohen Keylogging oder permanentes Tracking.

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