Android 16: Gemini-KI verschickt SMS ohne PIN-Eingabe
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 01:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gleichzeitig gefährdet eine Sicherheitslücke in Android 16 vertrauliche Nachrichten.
Benutzernamen: Mehr Schein als Sein?
Die Verbraucherzentrale NRW hat die neue Funktion unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: Der Benutzername verbirgt zwar die Mobilfunknummer in Gruppenchats vor Fremden. Der grundlegende Datenschutz bleibt jedoch lückenhaft.
Das Problem: Die Telefonnummer ist weiterhin Pflicht für die Kontoerstellung. Zudem verknüpft Mutterkonzern Meta die Daten mit Facebook und Instagram. So entsteht ein umfassendes Tracking der Nutzeraktivitäten.
Die Verbraucherschützer raten daher zu konsequenten Pseudonymen statt Klarnamen. Der Rollout der Funktion hat in diesen Tagen begonnen.
Android-Panne: Gemini verschickt Nachrichten ohne PIN
Noch schwerwiegender ist ein Fehler in Android 16. Google bestätigte eine Sicherheitslücke, die der integrierten Gemini-KI erlaubt, SMS und WhatsApp-Nachrichten ohne PIN-Eingabe zu versenden.
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Voraussetzung: Der Angreifer muss das Gerät physisch in der Hand halten. Betroffen sind alle Smartphones mit der aktuellen Betriebssystemversion.
Google kündigte ein Sicherheitsupdate für diese Woche an. Bis dahin sollten Nutzer den Zugriff des KI-Assistenten auf den Sperrbildschirm in den Systemeinstellungen manuell deaktivieren.
EU-Alterskontrollen: Experten sehen erhebliche Mängel
Parallel dazu verschärft sich die Debatte um Jugendschutz im digitalen Raum. Netzpolitik.org kritisiert einen EU-Bericht zu geplanten Alterskontrollen scharf. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien technisch und rechtlich oft nicht haltbar.
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Die Kritik: Der Bericht entstand ohne breiten wissenschaftlichen Konsens. Kritiker vermuten politische Einflussnahmen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband spricht sich gegen pauschale Social-Media-Verbote für Minderjährige aus. Vorständin Ramona Pop fordert stattdessen strengere Regeln für Plattformbetreiber.
Junge Nutzer fordern strengere Regeln
Im Fokus: suchtfördernde Mechanismen wie Autoplay, endloses Scrollen und automatische Standortfreigabe. Eine aktuelle Umfrage untermauert diese Forderung.
81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen befürworten eine stärkere Verpflichtung der Plattformen. Sie wollen eine Umkehr der Beweislast bei Jugendschutzverstößen. Und ein Ende technisch unsicherer Lösungen wie der Identifizierung über digitale Geldbörsen, die VPN-Dienste leicht umgehen können.
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