Android, Gemini-Lücke

Android 16: Gemini-Lücke umgeht PIN-Schutz am Sperrbildschirm

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 21:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Schwachstelle in Android 16 erlaubt unbefugten Nachrichtenversand über Gemini. Google liefert bereits einen Sicherheitspatch aus.

Android 16: Sicherheitslücke umgeht PIN und erlaubt SMS-Versand
Ein Smartphone-Sperrbildschirm mit einem visuellen Fehler und einem teilweise sichtbaren Gemini-Assistenten, der eine Sicherheitslücke darstellt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Fehler im Sperrbildschirm ermöglicht den unbefugten Versand von SMS und WhatsApp-Nachrichten – über den KI-Assistenten Gemini.

Lücke im Zusammenspiel von Sperrbildschirm und Gemini

Betroffen sind Geräte mit Android 16, bei denen Gemini direkt vom Sperrbildschirm aus erreichbar ist. Die Sicherheitslücke lässt sich durch eine spezifische Interaktion ausnutzen: Drückt man gleichzeitig die Schaltflächen für „Continue“ und „Add Attachment“, kann Gemini dazu gebracht werden, Nachrichten zu versenden – ohne PIN-Abfrage oder biometrische Prüfung.

Das Risiko ist konkret: Bei physischem Zugriff auf das Gerät könnten Unbefugte im Namen des Besitzers Nachrichten absetzen.

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Google liefert Update aus

Google hat die Schwachstelle bestätigt und arbeitet an der Behebung. Der Rollout des Sicherheitsupdates läuft bereits. Bis der Fix auf allen Geräten ankommt, empfiehlt Google, den Gemini-Zugriff im gesperrten Zustand in den Systemeinstellungen zu deaktivieren. Das unterbindet die Ausnutzung der Lücke am Sperrbildschirm.

EU-Zwang zur Öffnung des Android-Ökosystems

Die Sicherheitslücke kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. Mitte Juli 2026 erließ die EU-Kommission zwei bindende Beschlüsse, die Google zur weiteren Öffnung von Android verpflichten. Bis August 2027 muss der Konzern elf Android-Funktionen – darunter Sprachaktivierung und systemübergreifende App-Aktionen – für konkurrierende KI-Assistenten zugänglich machen.

Auch Samsung ist betroffen: Die EU-Vorgaben verlangen Interoperabilität für künftige Hardware. Das betrifft die für den 22. Juli 2026 angekündigten Galaxy Glasses, die ursprünglich auf einer exklusiven Gemini-Integration basierten.

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Samsung verteilt Juli-Patch

Parallel zu Googles Fix hat Samsung mit der Verteilung seines monatlichen Sicherheitspatches für Juli 2026 begonnen. Der Patch behebt insgesamt 57 Schwachstellen – 41 davon stammen direkt von Google für das Android-Basissystem. Die Aktualisierung rollt zunächst für die Galaxy S26-Serie aus.

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