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Android-App-Stores: Google führt 24h-Wartezeit und 9 Bestätigungen ein

29.05.2026 - 20:25:58 | boerse-global.de

Google plant ab 2027 strenge Regeln für alternative App-Stores auf Android, inklusive Registrierungspflicht und 24-Stunden-Wartezeit für Nutzer.

Android-App-Stores: Google führt 24h-Wartezeit und 9 Bestätigungen ein - Foto: über boerse-global.de
Android-App-Stores: Google führt 24h-Wartezeit und 9 Bestätigungen ein - Foto: über boerse-global.de

Ab 2027 sollen sowohl Entwickler als auch Nutzer mit neuen Hürden konfrontiert werden.

Registrierungspflicht und Wartezeiten

Entwickler müssen künftig persönliche Daten wie Name, Anschrift und Telefonnummer hinterlegen. Hinzu kommt eine Registrierungsgebühr von 25 US-Dollar. In bestimmten Fällen verlangt Google sogar einen amtlichen Identitätsnachweis.

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Für Nutzer wird der Installationsprozess deutlich aufwendiger. Statt weniger Klicks sind künftig neun Bestätigungsschritte nötig. Zudem führt Google eine obligatorische Wartezeit von 24 Stunden ein, bevor Downloads aus Drittquellen abgeschlossen werden können.

Stufenweise Einführung

Die Umsetzung erfolgt in zwei Phasen. Im September 2026 startet der Rollout in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand. Die weltweite Einführung ist für 2027 geplant.

Google begründet die Maßnahmen mit erhöhter Nutzersicherheit. Die strengeren Identitätsvorgaben und die verzögerte Installation sollen das Risiko durch Schadsoftware minimieren.

Kritik aus der Open-Source-Szene

Die Pläne stoßen auf scharfe Ablehnung. Die Open-Source-Plattform F-Droid sieht darin eine „essenzielle Bedrohung für die digitale Freiheit". Datenschützer warnen vor den Risiken der Ausweispflicht. Die Hamburger Datenschutzbehörde stuft das Hochladen von Identitätsdokumenten als problematisch ein.

Branchenbeobachter weisen zudem auf mögliche Konflikte mit dem Digital Markets Act (DMA) der EU hin. Das Gesetz zielt darauf ab, die Marktmacht großer Tech-Konzerne zu begrenzen und verlangt unter anderem die Öffnung von Betriebssystemen für alternative App-Stores.

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Sicherheitsoffensive auf mehreren Ebenen

Parallel verschärft Google die Sicherheitsvorkehrungen im gesamten Ökosystem. Im Chrome-Browser wurden zuletzt 151 Sicherheitslücken geschlossen – 22 davon als kritisch eingestuft. Für den Play Store plant Google zudem Warnhinweise, die Nutzer vor installierten Apps warnen, die nicht mehr im Store verfügbar sind.

Während Google seine Plattformen stärker reguliert, öffnet sich die Konkurrenz. Der DMA ermöglicht in Europa inzwischen die Nutzung von Plattformen wie dem Epic Games Store, Aptoide oder dem AltStore auch auf iOS-Geräten – ein Modell, das den Druck auf Googles Distributionspolitik weiter erhöhen dürfte.

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