Android-Backup: Google rollt Per-App-Steuerung auf Pixel aus
01.07.2026 - 18:03:28 | boerse-global.de
Die Funktion wird ab sofort auf Pixel-Geräten mit Android 16 und 17 ausgerollt.
Per-App-Steuerung statt Alles-oder-Nichts-Prinzip
Bislang funktionierte das Android-Backup weitgehend nach dem Prinzip „alles oder nichts“ – entweder man sicherte alle App-Daten in die Cloud oder gar keine. Das ändert sich nun grundlegend. Im Google-Backup-Menü der Geräteeinstellungen finden Nutzer künftig eine Liste aller installierten Anwendungen samt ihres Speicherverbrauchs.
Jede App verfügt über einen eigenen Schalter. Deaktiviert man das Backup für eine bestimmte Anwendung, stoppt das System nicht nur künftige Uploads – es fragt auch, ob die bereits vorhandenen Backup-Daten dieser App aus der Cloud gelöscht werden sollen. Das hilft vor allem dabei, das Google-One-Speicherkontingent besser im Blick zu behalten. Allerdings: Die meisten automatischen Backups werden ohnehin nicht auf das persönliche Speicherlimit angerechnet.
Technische Details und Verfügbarkeit
Erste Versionen der Funktion waren bereits Ende Juni in der Google-Play-Services-Beta v26.22.30 aufgetaucht. Damals gab es auch kategoriebasierte Schalter für SMS, Anruflisten und Geräteeinstellungen. Branchenbeobachter hatten die per-App-Steuerung bereits im November 2025 entdeckt – der jetzige Rollout über Google Play Services Version 26.24 bringt sie nun in breiterem Umfang.
Neben den Pixel-Geräten erhalten auch andere Hersteller das Update. Am 30. Juni wurde die Funktion etwa auf dem Nothing Phone (4a) Pro gesichtet – allerdings nur für Nutzer, die am Beta-Programm der Google-Play-Systemdienste teilnehmen.
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Die technische Umsetzung konzentriert sich auf die aktuellen Betriebssysteme Android 16 und 17. Pro App sind maximal 25 MB Backup-Daten vorgesehen. Wichtig: Bestimmte Systemdaten wie Anrufverlauf und Nachrichten bleiben weiterhin über globale Einstellungen gesteuert, nicht über einzelne App-Schalter.
Samsung Messages stellt ein – Umstieg auf Google Messages
Parallel zu den Backup-Neuerungen zeichnet sich ein bedeutender Einschnitt im Android-Messaging-Markt ab. Samsung Messages wird in den USA am 6. Juli 2026 den Betrieb einstellen. Betroffen sind Geräte mit Android 12 und neueren Versionen auf dem US-Markt.
Nach dem Stichtag können Nutzer der Samsung-App keine Nachrichten mehr senden oder empfangen – mit Ausnahme von Notrufen. Der Umstieg auf Google Messages ist für die weitere Nutzung zwingend erforderlich. Ältere Geräte und bestimmte Regionen außerhalb der USA sind vorerst nicht betroffen.
Sicherheitsexperten warnen vor einer Zunahme von Phishing-Versuchen während der Übergangsphase. Kriminelle versuchen demnach, die Verunsicherung der Nutzer auszunutzen. Wer umsteigen muss, sollte dies ausschließlich über die offiziellen Systemaufforderungen erledigen.
