Android-Backups: Google zÀhlt SMS und Einstellungen ab Juli an
07.07.2026 - 03:23:22 | boerse-global.de
Ab dem 7. Juli 2026 zĂ€hlen alle Android-Backup-Daten zum persönlichen Google-Kontingent â auch SMS, Anruflisten und GerĂ€teeinstellungen.
Schluss mit der Schonfrist: Was sich genau Àndert
Bislang waren viele Backup-Daten von der Speicherbegrenzung ausgenommen. Das ist nun Geschichte. Jedes Android-GerĂ€t, das ein Backup in die Cloud zieht, belegt ab sofort Platz im kostenlosen 15-GB-Kontingent, das sich Gmail, Google Drive und Google Photos teilen. Konkret bedeutet das: Systemeinstellungen, SMS-VerlĂ€ufe und Anrufprotokolle â alles, was bisher unter dem Radar flog, wird jetzt mitgezĂ€hlt.
Branchenkenner rechnen mit einem durchschnittlichen Mehraufkommen von rund 40 Megabyte pro Nutzer. Das klingt wenig, summiert sich aber schnell, wenn mehrere GerĂ€te im Haushalt Backups fahren. Wer sein Konto ĂŒber zwei Jahre hinweg ĂŒber dem Limit hĂ€lt, riskiert die Löschung seiner Daten â allerdings erst nach mehrmonatiger Vorwarnung.
WhatsApp-Backups zÀhlen schon lÀnger
Die Neuerung ist kein Blitz aus heiterem Himmel. Bereits Anfang 2024 hatte Google die WhatsApp-Backups auf Android in die Speicherberechnung einbezogen. Der aktuelle Schritt ist die logische Fortsetzung dieser Linie. Wer also sein Konto bislang durch geschicktes Ausklammern bestimmter Daten unter dem Limit halten konnte, muss jetzt umdenken.
Neue Kontrollmöglichkeiten: Per-App-Steuerung
Doch Google liefert auch das Werkzeug gleich mit. Ăber den Google-Play-Dienst in Version 26.24 erhalten Nutzer eine granulare Backup-Verwaltung. Statt alles oder nichts können sie nun fĂŒr jede einzelne App entscheiden, ob deren Daten in die Cloud wandern oder nicht. Die Einstellungen finden sich in den Google-Diensten oder den Account-Backup-MenĂŒs.
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Der Rollout startete bei den Pixel-GerĂ€ten und erreicht nach und nach alle Android-Smartphones und Tablets. Parallel dazu haben die Juni-2026-System-Updates eine verfeinerte Steuerung fĂŒr WhatsApp-Backups direkt in den GerĂ€teeinstellungen gebracht.
Was tun bei knappem Speicher?
Die 15 GB kostenloser Speicher sind schnell voll, wenn Fotos, Mails und jetzt auch System-Backups darum konkurrieren. Der Google-One-Dienst oder die Kontoeinstellungen geben Aufschluss ĂŒber die aktuelle Belegung. Wer Alternativen sucht: Einige Anbieter lockern die ZĂŒgel â so bieten bestimmte Programme unbegrenzten unkomprimierten Fotospeicher fĂŒr Mitglieder, wĂ€hrend Google mit integrierten Such- und Bearbeitungswerkzeugen punktet.
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Auch Workspace wird aufgerĂŒstet
Zeitgleich mit den Backup-Ănderungen hat Google am 6. Juli 2026 seine Workspace-Produkte aktualisiert. Bessere VideoqualitĂ€t in Meetings und die Integration von KI-Werkzeugen in Drive, Sheets und auf mobilen Plattformen zeigen, wohin die Reise geht: Cloud-Dienste werden umfassender, aber auch datenhungriger. Wer seinen Speicher im Griff behalten will, kommt um regelmĂ€Ăiges AufrĂ€umen oder ein kostenpflichtiges Upgrade nicht herum.
