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Android-Malware: Flying Eagle und Night Dragon attackieren Millionen

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 11:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Schadsoftware-Familien bedrohen Android-Nutzer, während Google Updates bereitstellt. Auch Datenschutzprobleme beliebter Apps und neue Angriffsmethoden werden aufgedeckt.

Android-Sicherheit: Neue Malware-Wellen und kritische Lücken entdeckt
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt digitale Sicherheits-Symbole und binären Code als Metapher für mobile Malware-Bedrohungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sicherheitsforscher schlagen Alarm: Gleich mehrere neue Schadsoftware-Familien attackieren aktuell Android-Geräte. Die Bedrohungslage ist ernst – und Google reagiert mit frischen Updates.

Flying Eagle & Co.: Wenn Apps zu Spionen werden

Der Trojaner-Baukasten Flying Eagle macht Experten besonders Sorgen. Die Malware läuft über ein Netzwerk von rund 170 Servern und verbreitet sich primär über den Messenger-Dienst Telegram. Ihr Ziel: gefälschte Versionen bekannter Apps unters Volk zu bringen – von Social-Media-Plattformen über Finanz-Apps bis hin zu Behörden-Anwendungen. Wer darauf hereinfällt, gibt im schlimmsten Fall seine Bankdaten preis.

Ein bereits gesichteter Nachfolger namens Night Dragon treibt das Spiel noch weiter. Er soll Live-Bildschirminhalte sowie Mikrofon- und Kameradaten erfassen können. Parallel warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor SparkCat. Diese Schadsoftware durchsucht Fotogalerien infizierter Geräte gezielt nach Seed-Phrasen für Krypto-Wallets. Verbreitet wurde sie unter anderem über die App SOEX, die auf über 10.000 Installationen kam.

Datenschutz-Albtraum: Beliebte Apps mit heiklen Verbindungen

Doch nicht nur offensichtliche Malware ist das Problem. Eine Untersuchung europäischer Sicherheitsforscher deckte erhebliche Datenschutzbedenken bei den populären Anwendungen Nicegram und eSIM Plus auf. Beide nutzen eine gemeinsame Codebasis und sind kryptographisch mit einem Unternehmen in Belarus verknüpft. Sie integrieren russische Analysedienste und sammeln umfangreiche Nutzerdaten – Standort, Kontakte, Mikrofonzugriff inklusive.

Google sieht sich derweil mit einer Sammelklage in den USA konfrontiert. Der Vorwurf: Der Konzern soll sensible Nutzerdaten wie IP-Adressen und Gerätekennungen über seine Werbetechnologie an chinesische Firmen weitergegeben haben. Ein klarer Verstoß gegen Richtlinien zur Datenübermittlung in bestimmte Staaten, so die Kläger.

WhatsApp-Betrug und manipulierte Hotel-Router

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Auch die Kommunikationswege der Angreifer werden raffinierter. In Indien verschicken Kriminelle gefälschte Steuerbescheide über WhatsApp. Die als Archiv-Dateien getarnten Anhänge enthalten Android-Installationsdateien, die Einmalpasswörter abfangen und Banking-Overlays einblenden.

In Europa und den USA mehren sich zudem Fälle von Ghost-Pairing bei WhatsApp. In Rostock entstand einem Betroffenen ein Schaden von 3.150 Euro, nachdem Angreifer sein Konto übernommen und Kontakte um Geld gebeten hatten. Die Täter nutzen dafür oft manipulierte Hotel-Router in internationalen Großstädten, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.

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Updates verfügbar: Jetzt Handeln ist Pflicht

Google hat Ende Juli die vierte Runde seiner monatlichen System-Updates veröffentlicht. Sie schließen Schwachstellen im Play Store und in zentralen Systemdiensten. Die Updates werden modular an Smartphones und Tablets ausgerollt.

Auch die Netzwerk-Infrastruktur ist betroffen. Für OpenWrt wurde eine kritische Schwachstelle in der Komponente odhcpd gemeldet – sie erlaubt Remote-Code-Ausführung mit Root-Rechten. Sicherheitsverantwortliche raten dringend zur Installation der neuesten Versionen, um DNS-Manipulation und Datenabfang zu verhindern. Cisco warnte zudem vor einer Backdoor in seiner Firewall-Management-Software. Hotfixes stehen bereits bereit.

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