Android-Malware, NFCShare

Android-Malware: NFCShare und DroidLock sperren Smartphones

28.06.2026 - 21:09:58 | boerse-global.de

Google behebt 124 Sicherheitslücken in Android, darunter einen aktiv ausgenutzten Exploit. Neue Malware und Betrugswellen bedrohen Nutzer zusätzlich.

Android-Sicherheitsupdate: Google schließt 124 kritische Lücken
Android-Malware - Ein Smartphone-Bildschirm zeigt ein Schutzschild- und Schloss-Symbol, umgeben von digitalen Datenströmen und Malware-Symbolen. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Darunter befindet sich mindestens ein Exploit, der bereits aktiv für Angriffe genutzt wurde. Die Updates sind Teil der monatlichen Sicherheitsroutine – doch die Bedrohungslage bleibt angespannt.

Neue Malware zielt auf NFC und Bildschirmsperre

Parallel zu den Google-Patches verzeichnen Sicherheitsexperten die Verbreitung neuer Schadsoftware. Die Banking-Malware „NFCShare“ ist darauf spezialisiert, Kreditkartendaten direkt über die NFC-Schnittstelle auszulesen. Die Ransomware „DroidLock“ übernimmt die Kontrolle über das gesamte Smartphone und sperrt Nutzer aus.

Hinzu kommt eine Welle von SMS-Betrugsfällen. Diese führten bereits zu juristischen Auseinandersetzungen – unter anderem vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen.

Google und Apple justieren Update-Strategien nach

Die Hersteller reagieren auf die volatile Bedrohungslage. Google rollte im Juni mehrere Wellen von System-Updates aus. Die Google Play-Dienste in Version 26.24 verbesserten App-Sperren bei der Elternaufsicht und die Autofill-Erkennung. Version 26.23 optimierte die Geräteleistung und behob Fehler in Google Wallet. Das Android WebView 150 erhielt neue Schnittstellen und allgemeine Sicherheitsverbesserungen.

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Apple testet unterdessen in den Beta-Versionen von iOS 26.3 und macOS Tahoe ein neues Verfahren: „Background Security Improvements“. Diese sollen kritische Updates für Safari, die WebKit-Engine und Systembibliotheken automatisch im Hintergrund installieren. Ziel ist es, die Zeitspanne zwischen Lückenentdeckung und Patch zu verkürzen. Laut Berichten kann es dabei vereinzelt zu Kompatibilitätsproblemen kommen.

MMS-Aus und neue Messwoche in Deutschland

Ende Juni stellen die letzten deutschen Mobilfunkanbieter den MMS-Dienst endgültig ein. Gleichzeitig treibt die Bundesnetzagentur die Erfassung der Netzabdeckung voran. Sie ruft Nutzer auf, sich bis Anfang Juli an einer bundesweiten Messwoche zu beteiligen – per spezieller App.

Australien verschärft Strafen für Social-Media-Konzerne

International zeigen sich verstärkte Bemühungen um den Schutz junger Nutzer. Australien hat die Höchststrafen für Social-Media-Konzerne bei Verstößen gegen Altersbeschränkungen deutlich angehoben. Im Juni wurden Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube einer genauen Prüfung unterzogen.

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Die Sicherheit von Smartphones lässt sich längst nicht mehr allein durch das Betriebssystem gewährleisten. Das Zusammenspiel aus zeitnahen Updates, Wachsamkeit bei SMS-Betrug und Schutz vor spezialisierter Malware wird für Endanwender zunehmend entscheidend.

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