Android-Sicherheit, Google

Android-Sicherheit: Google schließt 124 Lücken gegen Malware

Veröffentlicht am: 28.06.2026 um 20:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cyberkriminelle verschleiern Malware als Steuerdokumente und kapern WhatsApp-Konten. Neue Steuerregeln erhöhen die Gefahr für Verbraucher.

Steuersaison: Hacker nutzen Finanzangst für neue Angriffswellen
Ein verschwommenes Computerbildschirm mit einem gefälschten Steuerformular und einem roten Malware-Symbol. Im Hintergrund sind dunkle Hacker-Silhouetten zu sehen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sie tarnen Schadsoftware als offizielle Einkommensteuerunterlagen und verschicken die Dateien per E-Mail. Sobald Nutzer die Anhänge öffnen, infizieren sich Computer und Smartphones.

Sicherheitsforscher von Proofpoint zählten allein im Frühjahr über 100 verschiedene Kampagnen, die Steuerthemen als Köder nutzen. Ende Juni kamen neue Wellen hinzu. Die Täter spekulieren auf die Verunsicherung der Bürger rund um ihre Finanzen.

WhatsApp als Einfallstor für Hacker

Parallel zu den E-Mail-Angriffen warnen Experten von Kaspersky vor einer perfiden Masche über gekaperte WhatsApp-Konten. Hier genügen oft zwei Klicks, um die vollständige Kontrolle über ein Gerät zu verlieren. In Brasilien, Großbritannien und Singapur installieren Angreifer über WhatsApp-VBScript-Malware ein Remote-Management-Tool, das sensible Daten abgreift.

Besonders Smartphone-Nutzer sitzen im Fadenkreuz. Google schloss im Juni 124 Sicherheitslücken in Android – darunter eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle. Trotzdem sind gefährliche Apps im Umlauf: Die Banking-Malware NFCShare liest Kreditkartendaten über die Nahbereichskommunikation aus. Die Ransomware DroidLock sperrt den Zugriff auf betroffene Geräte.

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Steuerreformen spielen Kriminellen in die Karten

Der Zeitpunkt der Angriffe ist kein Zufall. Ab Juli führt eine Rentenerhöhung um 4,24 Prozent dazu, dass rund 100.000 weitere Ruheständler steuerpflichtig werden. Neurentner müssen bereits 84 Prozent ihrer Bezüge versteuern. Der Informationsbedarf ist enorm – und genau den nutzen die Hacker aus.

Auch im Bereich Elektromobilität gibt es Neuerungen: Das Bundesfinanzministerium schafft die pauschalen Pauschalen für steuerfreies Laden ab. Künftig ist eine exakte Dokumentation der Strommengen pro Kilowattstunde nötig. Komplexe Regeln verunsichern Bürger und bieten Angreifern Angriffsfläche für vermeintlich hilfreiche Formulare.

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Wie Sie sich schützen können

Experten raten zu Misstrauen bei unaufgeforderten E-Mails oder Nachrichten, die zur Bearbeitung von Steuerunterlagen auffordern. Die Täter nutzen hochmoderne Methoden: Das Phishing-as-a-Service-Kit Bluekit ermöglicht Echtzeit-Datendiebstahl und erschwert Sicherheitsanalysen durch Browser-Fingerprinting und CAPTCHAs.

Die technische Raffinesse wächst: Forschungen mit dem KI-Modell Qwen3 zeigen, dass künstliche Intelligenz bereits eine Mehrheit bekannter juristischer Schlupflöcher in Gesetzestexten automatisiert findet. Kriminelle werden künftig sowohl technische als auch rechtliche Lücken noch gezielter ausnutzen.

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