Android-Sicherheit, NFC-Angriffe

Android-Sicherheit: NFC-Angriffe steigen um 188 Prozent

31.05.2026 - 04:30:07 | boerse-global.de

GefÀlschte GTA-VI-Apps und NFC-Angriffe bedrohen Android-Nutzer. Behörden zerschlagen Botnetz mit 17 Millionen GerÀten.

Android-Sicherheit: NFC-Angriffe steigen um 188 Prozent - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Android-Sicherheit: NFC-Angriffe steigen um 188 Prozent - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Cybersicherheitsexperten beobachten eine Welle gefĂ€lschter Apps und Websites, die gezielt populĂ€re Medienthemen ausnutzen. Besonders der Hype um das fĂŒr November angekĂŒndigte Videospiel GTA VI dient Angreifern als Lockmittel.

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GefĂ€lschte Beta-Tests fĂŒhren in die Abo-Falle

Kriminelle bieten verstĂ€rkt angeblichen Vorabzugang oder Beta-SchlĂŒssel fĂŒr kommende Blockbuster-Spiele an. Nutzer landen auf prĂ€parierten Seiten, sollen Fragebögen ausfĂŒllen oder Apps herunterladen. Statt des versprochenen Zugangs folgen kostenpflichtige Abonnements oder Malware, die sensible Daten stiehlt.

Forscher von TraceX Labs identifizierten im Mai eine gefĂ€lschte Android-App der indischen „Cockroach Janta Party“ (CJP). Die Spyware fordert weitreichende Zugriffsrechte auf SMS, Kontakte und Barrierefreiheitsdienste. Die Verteilung lĂ€uft ĂŒber WhatsApp und Telegram – die gestohlenen Daten landen innerhalb weniger Minuten bei den Angreifern.

Massiver Anstieg bei NFC-Angriffen

Kaspersky-Daten zeigen: Von Januar bis April 2026 stiegen NFC-Angriffe auf Android um 188 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Phishing-Kit „Lighthouse“ zielt auf Bankkunden in ĂŒber 120 LĂ€ndern ab. Die HintermĂ€nner rotieren etwa 25.000 Domains innerhalb von acht Tagen, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.

In Hamm verloren Ende Mai mehrere Bankkundinnen BetrĂ€ge von jeweils ĂŒber 10.000 Euro. Das BSI warnt vor einer breiten Phishing-Welle gegen Kunden der DKB, ING, Commerzbank und Deutschen Bank. Oft werden angebliche Reaktivierungen von Sicherheitsverfahren wie PhotoTAN vorgetĂ€uscht.

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Zerschlagung globaler Botnetze

NiederlĂ€ndische Behörden meldeten Ende Mai einen Erfolg: Gemeinsam mit dem NCSC zerschlugen sie das Botnet „Asocks“. Die Infrastruktur umfasste mindestens 17 Millionen kompromittierte GerĂ€te – Smartphones, Tablets und IoT-GerĂ€te. Die Infektion erfolgte hĂ€ufig ĂŒber manipulierte Bibliotheken in regulĂ€ren Android-Apps.

Das FBI registrierte fĂŒr 2025 SchĂ€den von rund 893 Millionen Euro durch KI-gestĂŒtzten Betrug, besonders durch manipulierte Stimmen. In Indien reagierten Behörden ebenfalls: In Goa wurden Ende Mai 26 Personen festgenommen, die aus einem Callcenter agiert haben sollen.

Haftungsrisiken fĂŒr Verbraucher verschĂ€rfen sich

Betroffene haben es zunehmend schwer, Verluste von Banken zurĂŒckzufordern. Ein Urteil des Delhi High Court vom 30. Mai zeigt die juristische Tendenz: Kunden können mithaften, wenn sie fahrlĂ€ssig auf verdĂ€chtige Links klicken. Auch in Deutschland lehnen Kreditinstitute bei eigenstĂ€ndiger TAN-Eingabe hĂ€ufig eine Erstattung ab.

Google kĂŒndigte an, den Chrome-Browser mit neuen Sicherheitsmerkmalen auszustatten, um den Diebstahl von Sitzungsdaten zu erschweren. FĂŒr Diskussionen sorgte Anfang Mai ein umfangreiches KI-Modell, das ohne explizite Nutzerabfrage auf EndgerĂ€te geladen wurde – DatenschĂŒtzer zeigten sich kritisch.

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