Bildung, Lehrerverband

Lehrerverband will besseren Hitzeschutz fĂŒr SchulgebĂ€ude

29.06.2023 - 01:04:56

Angesichts der immer hĂ€ufiger werdenden Hitzetage hat der PrĂ€sident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, gefordert, SchulgebĂ€ude gegen Hitze nachzurĂŒsten.

"Es geht darum, Maßnahmen zu ergreifen, um fĂŒr eine angenehme Temperierung in SchulgebĂ€uden auch wĂ€hrend Hitzephasen zu sorgen", sagte Meidinger der "Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung" (Donnerstagausgabe). Das habe mit gut isolierten und energetisch sanierten Schulbauten zu tun.

Dazu gehöre aber auch, dass alle Schulen mit zentralen und dezentralen automatisierten Umluftanlagen ausgestattet wĂŒrden, die beispielsweise in der Nacht kĂŒhle Luft in die Klassenzimmer bringen. "Das sollte nicht nur bei Schulneubauten und bei Generalsanierungen eingeplant werden, sondern auch in großem Umfang nachgerĂŒstet werden", so der VerbandsprĂ€sident. Hintergrund fĂŒr diese Forderung ist, dass es bundesweit an Schulen trotz insgesamt steigender Temperaturen weniger Hitzefrei gibt. Das liegt auch daran, dass hĂ€ufig am Nachmittag noch Pflichtunterricht oder Zusatzangebote stattfinden. Meidinger sagte: "Deshalb ist es kaum möglich, wie frĂŒher ĂŒblich, die Kinder nach der vierten oder fĂŒnften Stunde nach Hause zu schicken." Schulen hĂ€tten eine Aufsichtsverpflichtung, gerade wenn Eltern vom vorzeitigen Schulschluss nicht mehr rechtzeitig verstĂ€ndigt werden könnten. "Es geht also weniger darum, Hitzefrei wieder einzufĂŒhren, sondern geeignete Maßnahmen zu ergreifen", so der VerbandsprĂ€sident. Das Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung geht davon aus, dass es kĂŒnftig durchschnittlich 10,9 Tage ĂŒber 30 Grad Celsius jĂ€hrlich geben wird. Zwischen 1961 und 1990 lag die Zahl der Hitzetage pro Jahr dagegen noch bei 3,6 Tagen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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