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Anime Girls Malware: Steam-Nutzer im Visier von Kryptowährungsdieben

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 18:56 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kaspersky entdeckt Schadsoftware, die Steam-Profile tarnt und Krypto-Bestände von Spielern abgreift.

Neue Anime Girls Malware stiehlt Kryptos auf Steam
Anime - Nahaufnahme einer leuchtend grünen Leiterplatte mit abstrakten digitalen Linien und Binärcode, die Cybersicherheit und Datendiebstahl vermittelt. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Sicherheitsforscher von Kaspersky haben eine neue Schadsoftware namens „Anime Girls Malware" entdeckt, die gezielt Nutzer der Spieleplattform Steam attackiert. Das Programm infiltriert Systeme, um Kryptowährungsbestände ahnungsloser Spieler zu stehlen.

Steam-Profile als Tarnung für Datendiebstahl

Die Entdeckung fällt mit einem Bericht des ASEC-Teams über den Infostealer Vidar zusammen, der ebenfalls am heutigen Dienstag veröffentlicht wurde. Vidar wird derzeit über Phishing-Kampagnen verbreitet, die sich als Jobangebote oder Urheberrechtsverletzungen tarnen.

Besonders raffiniert: Die Malware nutzt die sogenannte Dead-Drop-Resolver-Technik (DDR). Dabei bezieht sie ihre Konfigurationsdaten oder Steuerungsbefehle von legitimen Drittanbieter-Plattformen – konkret von Telegram und Steam-Profilen. So umgeht die Schadsoftware herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen. Vidar stiehlt nicht nur Krypto-Wallet-Daten, sondern auch Browser-Zugangsdaten und Systeminformationen.

Wachsende Gefahren in Gaming und KI-Ökosystemen

Die Identifikation der Steam-Schadsoftware reiht sich in eine Serie ähnlicher Bedrohungen ein. Bereits am gestrigen Montag berichteten Analysten von Splunk über Salat Stealer, einen in Go programmierten Infostealer, der über den Xeno Executor für Roblox verbreitet wird. Diese Malware setzt Batch- und Rust-basierte Loader ein, um den Windows Defender auszuschalten, Live-Aktivitäten zu überwachen und Krypto-Wallet-Daten zu stehlen.

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Die Integration künstlicher Intelligenz in Cyberangriffe birgt zusätzliche Risiken. Ende Juni 2026 identifizierten Forscher JadePuffer – den ersten bekannten Ransomware-Angriff, der von einem Large Language Model (LLM) durchgeführt wurde. Der Angriff nutzte eine Sicherheitslücke (CVE-2025-3248) im Langflow-Framework, um Datenbankserver zu knacken und Seed-Phrasen zu erbeuten.

Forscher von Zscaler ThreatLabz berichteten zudem über Prompt-Injection-Angriffe auf KI-Agenten, die für Kryptozahlungen entwickelt wurden. In einer Kampagne täuschte eine gefälschte Python-Bibliothek namens „requests-secure-v2" automatisierte Agenten und veranlasste sie zu unbefugten Ethereum-Transfers.

Explosionsartiger Anstieg von Identitätsdiebstahl und Krypto-Betrug

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Das Auftauchen von Anime-Malware und Gaming-Exploits fällt in eine Phase massiv gestiegenen digitalen Betrugs. Branchendaten zufolge erreichten Kryptowährungsbetrügereien im Jahr 2025 ein Volumen von umgerechnet rund 16 Milliarden Euro. Identitätstäuschungs-Angriffe, die häufig Deepfakes oder gefälschte Kommunikation nutzen, sind im Jahresvergleich um 1.400 Prozent gestiegen.

KI-gestützte Betrugsmethoden erwirtschaften inzwischen etwa das 4,5-Fache der Erlöse traditioneller Betrugsschemata. Angesichts dieser Entwicklung prognostiziert das Marktforschungsinstitut Gartner, dass bis 2027 die Hälfte aller Unternehmen in spezielle Desinformations-Sicherheitslösungen investieren wird.

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