Anlagebetrug: Kliniken fordern 80 Millionen Euro Entschädigung
24.06.2026 - 16:36:08 | boerse-global.de
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mehrere Warnungen vor unseriösen Anbietern veröffentlicht. Besonders im Fokus: das Unternehmen CapitalCoreTechnologie.
Die Plattform bietet Finanz- und Kryptowerte-Dienstleistungen an – allerdings ohne die erforderliche Erlaubnis. Anleger sollten hier äußerst vorsichtig sein, denn die Geschäfte entbehren jeder rechtlichen Grundlage.
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SMS-Spoofing: Betrüger geben sich als Trade Republic aus
Neben völlig fiktiven Plattformen nutzen Kriminelle zunehmend die Namen bekannter Finanzinstitute. Ein aktueller Fall zeigt die Gefahr des SMS-Spoofings. Dabei gaben sich Betrüger als der Neobroker Trade Republic aus und forderten Kunden auf, Geld auf angebliche Treuhandkonten zu überweisen.
Ein 24-jähriger Anleger verlor auf diese Weise über 18.000 Euro. Die BaFin hatte bereits im Vorfeld vor dieser Masche gewarnt. Trade Republic reagierte mit verifizierten Nachrichten und einem erweiterten Kundenservice.
Auch in Hemau wurde ein Mann Opfer von Trading-Betrug. Er verlor einen fünfstelligen Betrag, nachdem er über einen Link auf einer Videoplattform auf eine betrügerische Seite gelockt worden war.
80 Millionen Euro Schaden: Kliniken klagen gegen Investmentfonds
Nicht nur Privatanleger sind betroffen – auch institutionelle Investoren verlieren Millionen. Vor dem Landgericht Frankfurt verhandeln drei Institute des Gesundheitswesens: Die Kaufmännische Krankenkasse, die Pronova BKK und die KV Hessen fordern rund 80 Millionen Euro Entschädigung.
Der Vorwurf: vorsätzliche Täuschung durch den Verius-Fonds. Statt der versprochenen besicherten Anlagen floss das Geld in Hochrisiko-Mezzanine-Kredite. Parallel dazu wurde bei der Deutsche Finance Group ein Sonderermittler bestellt. Er soll Strukturen, Kosten und Transparenz von Investmentfonds prüfen – potenziell sind bis zu 50.000 Anleger betroffen.
Internationale Netzwerke: KI macht Phishing gefährlicher
Die Dimensionen des Anlagebetrugs sind global. In Malaysia verzeichneten die Behörden in den ersten fünf Monaten 2026 Verluste durch Online-Betrug in Höhe von 830 Millionen RM. Falsche Investmentschemata machten den größten Anteil aus.
In Indien wurde ein Beteiligter der Plattform WinProFX festgenommen. Das Netzwerk soll Verbindungen nach Pakistan haben und weltweit über 193.000 Nutzer geschädigt haben.
Sicherheitsanalysten beobachten eine Professionalisierung durch Künstliche Intelligenz. In Großbritannien stiegen die Verluste durch Zahlungsbetrug 2025 auf rund 1,5 Milliarden Euro. Ein chinesisches Phishing-Netzwerk namens „Outsider Enterprise“ soll laut Gerichtsunterlagen Schäden von etwa 1,8 Milliarden Euro verursacht haben.
Experten warnen zudem vor dem Amazon Prime Day im Juni 2026. Kriminelle könnten die hohe Kaufbereitschaft und KI-generierte Nachrichten nutzen, um sensible Daten abzugreifen.
Da immer mehr Kriminelle psychologische Tricks und gefälschte Nachrichten nutzen, um sensible Unternehmensdaten abzugreifen, ist proaktive Aufklärung der beste Schutz. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket bietet Firmen eine konkrete 4-Schritte-Anleitung, um betrügerische Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Gratis Anti-Phishing-Paket für Unternehmen sichern
Kryptosektor: 16 Millionen ADA gestohlen
Auch technische Schwachstellen führen zu massiven Verlusten. Das Cardano-Projekt SecondFi entdeckte einen Sicherheitsvorfall in einer Wallet-Generierungssoftware. Die Folge: 16 Millionen ADA wurden von hunderten Adressen gestohlen.
Zur Sicherung weiterer Bestände transferierte das Projekt 129 Millionen ADA an eine Drittverwahrstelle und kündigte Entschädigungen für betroffene Nutzer an.
In Kasachstan ermitteln Behörden gegen ein Netzwerk, das Pin-Up-Kunden um Millionenbeträge betrogen haben soll. Ein Hauptbeschuldigter soll zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar nach Deutschland transferiert haben. Die Folge: Luxusfahrzeuge wurden beschlagnahmt, die Ermittlungen richten sich gegen rund 250 Personen.
