Anthropic, Mega-Finanzierung

Anthropic vor Mega-Finanzierung: KI-Startup bald 900 Milliarden Euro wert

15.05.2026 - 06:54:56 | boerse-global.de

Anthropic verhandelt über 28 Milliarden Euro Finanzierung und könnte OpenAI als wertvollstes privates KI-Unternehmen ablösen.

Anthropic vor Mega-Finanzierung: KI-Startup bald 900 Milliarden Euro wert - Foto: über boerse-global.de
Anthropic vor Mega-Finanzierung: KI-Startup bald 900 Milliarden Euro wert - Foto: über boerse-global.de

Das KI-Unternehmen Anthropic steht kurz vor einer Rekordfinanzierung – und könnte damit OpenAI als wertvollstes privates KI-Unternehmen der Welt überholen. Nach Informationen der Financial Times und Bloomberg verhandelt die in San Francisco ansässige Firma über eine Kapitalspritze von umgerechnet rund 28 Milliarden Euro. Der Deal würde die Bewertung auf etwa 840 Milliarden Euro katapultieren – fast eine Verdreifachung innerhalb von nur drei Monaten.

Anzeige

Während Giganten wie Anthropic und OpenAI den Markt dominieren, fragen sich viele Privatanleger, wie sie selbst am KI-Boom partizipieren können. Dieser kostenlose Report enthüllt die drei vielversprechendsten KI-Aktien, die aktuell das größte Potenzial für Ihr Depot bieten könnten. Die 3 besten KI-Aktien jetzt kostenlos entdecken

Zum Vergleich: OpenAI, bekannt durch ChatGPT, war im März noch mit rund 800 Milliarden Euro bewertet. Anthropic könnte diesen Rivalen nun von der Spitze verdrängen.

Investoren-Schwergewicht steckt Milliarden in KI

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von einem Konsortium namhafter Investoren. Dragoneer Investment Group, Greenoaks Capital, Sequoia Capital und Altimeter Capital sollen jeweils mindestens 1,9 Milliarden Euro beisteuern. Die Gespräche folgen auf eine atemberaubende Entwicklung: Erst im Februar hatte Anthropic eine Series G über 28 Milliarden Euro abgeschlossen – damals noch zu einer Bewertung von 355 Milliarden Euro.

Die aktuellen Verhandlungen zeigen eine der aggressivsten Wortsteigerungen in der Geschichte der Technologiebranche. Anfang 2024 war das Unternehmen noch rund 17 Milliarden Euro wert. Im März 2025 stieg die Bewertung auf 57 Milliarden Euro, im September 2025 auf 171 Milliarden Euro. Nun steht der Sprung auf über 800 Milliarden Euro bevor.

Claude Code treibt Umsatzexplosion

Der rasante Aufstieg hat handfeste Gründe. Anthropic hat sich erfolgreich auf margenstarke Unternehmenslösungen konzentriert. Der annualisierte Umsatz soll demnach bald die 42 Milliarden Euro-Marke überschreiten – ein Fünffaches des Wertes von Ende letzten Jahres. Rund 80 Prozent der Einnahmen stammen von Firmenkunden.

Ein entscheidender Treiber ist Claude Code, ein KI-gestütztes Programmierwerkzeug, das im Frühjahr 2025 auf den Markt kam. Bereits im Februar 2026 erzielte das Tool einen annualisierten Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Branchenschätzungen zufolge steuert Claude Code inzwischen rund vier Prozent aller öffentlichen Code-Einreichungen auf der Entwicklerplattform GitHub bei. Die Zahl der Geschäftsabonnements hat sich seit Jahresbeginn vervierfacht.

Milliarden für Rechenleistung: Partnerschaften mit Google und Amazon

Der immense Kapitalbedarf erklärt sich aus dem gigantischen Infrastrukturbedarf. Anthropic hat nach eigenen Angaben inzwischen „Gigawatt-Niveau" bei Energie- und Hardwareanforderungen erreicht – vor allem durch die neuen Modellfamilien wie Opus 4.6, das Anfang des Jahres startete.

Um diese Nachfrage zu decken, baut das Unternehmen seine Partnerschaft mit Google Cloud massiv aus. Eine Vereinbarung über bis zu 187 Milliarden Euro für zusätzliche Rechenkapazität und maßgeschneiderte Chips über fünf Jahre soll in der finalen Abstimmung sein. Google hatte bereits im April zehn Milliarden Euro zugesagt und weitere 28 Milliarden Euro an technische Meilensteine geknüpft.

Auch Amazon bleibt ein zentraler Partner. Der E-Commerce- und Cloud-Riese investierte kürzlich 4,7 Milliarden Euro zu einer Bewertung von 327 Milliarden Euro und plant weitere 18,7 Milliarden Euro. Dank dieser Allianzen ist Anthropic der einzige KI-Entwickler, dessen Modelle auf allen drei großen Cloud-Plattformen – AWS, Google Cloud und Microsoft Azure – verfügbar sind.

Anzeige

Der rasante Aufstieg der KI-Branche revolutioniert die Finanzwelt und schafft enorme Investmentchancen im Bereich Big Data. Welche zehn Unternehmen aktuell am stärksten vom KI-Megatrend profitieren, erfahren Sie in diesem exklusiven Gratis-Leitfaden für Investoren. Top 10 Big-Data-Aktien kostenlos herunterladen

Acht der zehn größten US-Konzerne sind Kunden

Anthropics Fokus auf Sicherheit und Unternehmenszuverlässigkeit zahlt sich aus. Acht der zehn größten US-Unternehmen sind inzwischen Kunden. Mehr als 1.000 Firmenkunden geben jährlich über eine Million Euro für Anthropic-Dienste aus – vor zwei Jahren waren es noch ein Dutzend.

Die enorme Nachfrage nach Anthropic-Aktien hat einen volatilen Zweitmarkt geschaffen. Auf Plattformen wie Forge Global wurde das Unternehmen zeitweise mit über 930 Milliarden Euro bewertet. Das veranlasste Anthropic zu einer öffentlichen Warnung am 11. Mai: Nicht genehmigte Aktienverkäufe seien ungültig, und spezielle Zweckgesellschaften (SPVs) seien durch die Satzung ausdrücklich verboten. Das Unternehmen will die Kontrolle über seine Aktionärsstruktur vor einem möglichen Börsengang behalten.

Vom Pentagon bis zu Geheimmissionen

Anthropic hat sich zudem in der kritischen Infrastruktur etabliert. Ende 2024 schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit Palantir und Amazon Web Services, um seine Modelle US-Verteidigungs- und Geheimdiensten bereitzustellen. Anfang 2026 wurde Claude zum primären KI-Modell in bestimmten Geheimmissionen – ein Erfolg, der zu einem 187 Millionen Euro-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums führte.

IPO im Oktober 2026?

Die erwartete Bewertung von rund 840 Milliarden Euro würde Anthropic offiziell an OpenAI vorbeiziehen lassen. Während OpenAI stark auf Verbraucheranwendungen und Massenmarktprodukte wie ChatGPT setzt, konzentriert sich Anthropic auf sogenannte „agentische" Systeme – KI, die komplexe Arbeitsabläufe wie Dokumentenerstellung und Softwareentwicklung für professionelle Umgebungen steuert.

Das Management hat den Wunsch geäußert, die Wachstumsraten zu stabilisieren. Auf einer Entwicklerkonferenz Anfang Mai in San Francisco betonten die Verantwortlichen, dass ein moderateres Wachstum für die langfristige Stabilität wünschenswert wäre.

Die aktuelle Finanzierungsrunde – zwischen 28 und 47 Milliarden Euro – gilt bei Investoren weithin als letzte private Runde. Goldman Sachs und Morgan Stanley beobachten die Entwicklung genau. Ein Börsengang könnte bereits im Oktober 2026 kommen. Allerdings warnen Analysten: Der hohe Einstiegspreis der aktuellen Runde nahe der Billionen-Marke könnte Probleme bereiten, falls die Bewertungen im KI-Sektor vor dem IPO korrigieren. Fürs Erste aber bestätigt der erfolgreiche Abschluss dieser Runde: Die Investorenlaune für KI-Spitzenentwickler bleibt ungebrochen – trotz der immensen Kapitalanforderungen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69339342 |