Antibabypille, Erhöht

Antibabypille: Erhöht EssanfÀlle und emotionales Essen messbar

23.06.2026 - 21:12:39 | boerse-global.de

ErnĂ€hrungsumstellung kann bei Rheuma-Patienten in Essstörungen mĂŒnden. Parallel wĂ€chst die Kritik an offiziellen Low-Fat-Empfehlungen.

EULAR-Kongress: GefÀhrliche Nebenwirkungen von DiÀten bei Rheuma
Antibabypille - HĂ€nde halten Besteck ĂŒber einem Teller mit gesundem Essen, im Hintergrund verschwommene medizinische Unterlagen. Symbolisiert die Verbindung von ErnĂ€hrung und Gesundheit. 23.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Das zeigt ein aktueller Bericht vom EULAR-Kongress.

Besonders Rheuma-Patienten sind betroffen. Die gezielte Umstellung der ErnĂ€hrung zur Linderung entzĂŒndlicher Prozesse kann in pathologisches Essverhalten mĂŒnden. Fachleute von Springer Medizin warnten am heutigen Dienstag vor diesem oft unterschĂ€tzten Risiko.

Hormone als Risikofaktor

Anzeige: Die aktuelle Studie der Michigan State University zeigt: Die Antibabypille erhöht das Risiko fĂŒr emotionales Essen und EssanfĂ€lle wĂ€hrend der aktiven Hormonphase messbar. Mit dem 3-Tage-Selbstmonitoring-Protokoll erkennen Sie Ihre Muster frĂŒhzeitig. Jetzt kostenloses Protokoll anfordern

Auch Medikamente beeinflussen das Essverhalten. Eine Studie der Michigan State University, veröffentlicht am Montag im Fachjournal JAMA Network Open, untersuchte 422 Frauen. Das Ergebnis: Die Antibabypille erhöht das Risiko fĂŒr emotionales Essen und EssanfĂ€lle wĂ€hrend der aktiven Hormonphase messbar.

Studienautorin Kelly Klump empfiehlt betroffenen Frauen ein konsequentes Selbstmonitoring. So ließen sich diese Muster frĂŒhzeitig erkennen und stoppen.

Kritik an offiziellen Leitlinien

Parallel wĂ€chst der Widerstand gegen etablierte ErnĂ€hrungsempfehlungen. Der ErnĂ€hrungswissenschaftler Sven-David MĂŒller und das Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) fordern eine grundlegende ÜberprĂŒfung der aktuellen Richtlinien.

Ihre Kritik: Die Low-Fat-Strategie von DGE und WHO sei gescheitert. Der empfohlene Austausch von Fetten durch raffinierte Kohlenhydrate erhöhe das Risiko fĂŒr Fettleber und Typ-2-Diabetes. MĂŒller beruft sich auf Wissenschaftler der Harvard University, die die fettarme ErnĂ€hrung als gescheitertes Experiment einstufen. Bereits 2015 habe die DGE festgestellt: Kein gesicherter Zusammenhang zwischen Gesamtfettaufnahme und koronaren Herzkrankheiten. Dennoch halten offizielle Stellen an der Begrenzung des Fettanteils auf 30 bis 35 Prozent fest.

Milliardenschwere Investitionen

Stoffwechselerkrankungen sind auch ein Wirtschaftsfaktor. WĂ€hrend Intervallfasten-Studien zeigen: Zehn Prozent weniger viszerales Fett senkt das Diabetes-Risiko um 28 Prozent, setzen Konzerne auf Medikamente. Eli Lilly investiert rund 1,9 Milliarden US-Dollar in diesem Bereich, AstraZeneca etwa 300 Millionen.

Reform mit Nebenwirkungen

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Das deutsche Gesundheitssystem steht vor einem Umbruch. Die fĂŒr Januar 2027 geplante GKV-Reform sieht deutliche Mehrbelastungen vor:

  • Zuzahlungen fĂŒr Arzneimittel steigen um 50 Prozent auf 7,50 bis 15 Euro
  • ErstattungssĂ€tze fĂŒr Zahnersatz sinken
  • Beitragsbemessungsgrenze steigt um 300 Euro

Das Entlastungsvolumen liegt bei rund 16,3 Milliarden Euro. Doch Experten warnen: Die Reform könnte den Zugang zu PrĂ€vention und ErnĂ€hrungsberatung fĂŒr chronisch Kranke erschweren. Angesichts der oft zu spĂ€t erkannten chronischen Nierenerkrankung – wie Prof. JĂŒrgen Floege betont – bleibt die frĂŒhzeitige, ganzheitliche Intervention eine der zentralen Herausforderungen.

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