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Apple erhöht Preise um 300 Euro: MacBook und iPad ab sofort teurer

28.06.2026 - 10:14:51 | boerse-global.de

Apple verteuert MacBooks und iPads um bis zu 300 Euro. Grund sind explodierende Speicherchipkosten durch den KI-Boom.

Apple erhöht MacBook- und iPad-Preise drastisch wegen Chipkrise
Apple - Nahaufnahme eines offenen MacBook Pro mit Finanzdiagrammen, unscharfem Bürohintergrund, Symbol für Preiserhöhungen und Marktauswirkungen. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips, die durch den KI-Boom ausgelöst wurden.

Preisschock bei Apple-Produkten

Zwischen dem 25. und 27. Juni 2026 hat Apple die Preise für seine Kernprodukte deutlich angehoben. Das MacBook Pro mit 1 TB Speicher kostet nun 1.999 Euro – ein Aufschlag von 300 Euro gegenüber dem bisherigen Preis von 1.699 Euro. Auch das MacBook Air mit 512 GB verteuerte sich von 1.099 auf 1.299 Euro.

Besonders extrem fällt der Preis für die Spitzenkonfiguration aus: Ein voll ausgestattetes 16-Zoll MacBook Pro mit M5 Max Chip schlägt nun mit bis zu 10.150 Euro zu Buche.

Die Tablet-Reihe blieb ebenfalls nicht verschont. Das iPad Air mit 128 GB stieg von 599 auf 749 Euro, das iPad Pro mit 256 GB und WLAN kostet jetzt 1.199 Euro. Auch international wurden die Preise angepasst: In Irland liegt das 14-Zoll MacBook Pro nun bei 2.249 Euro, der Apple TV mit Ethernet-Anschluss bei 299 Euro.

Chippreise explodieren – Apple reagiert

Konzernchef Tim Cook bezeichnete die aktuelle Lage auf dem Halbleitermarkt als „Jahrhundertflut“. Die Preise für DRAM- und NAND-Speicher haben sich innerhalb der letzten zwölf Monate vervierfacht. Allein im ersten Quartal 2026 stiegen die DRAM-Kosten um 98 Prozent – und der Trend setzt sich fort.

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Branchenanalysten von Wedbush und JPMorgan sehen die Preiserhöhungen als notwendigen Schritt zur Sicherung der Gewinnmargen. Apple bricht damit mit seiner traditionellen Preispolitik – und liegt im Trend: Auch Dell und Lenovo erhöhen ihre Laptop-Preise, Microsoft will die Xbox-Konsolen ab dem 1. August 2026 um bis zu 150 Euro verteuern.

Die Börse reagierte empfindlich. Die Apple-Aktie verlor am 25. Juni über sechs Prozent an Wert – das entspricht einem Verlust von rund 270 Milliarden Euro Marktkapitalisierung. Am 27. Juni notierte das Papier bei etwa 279,88 Euro. Anleger fürchten, dass die höheren Preise die Nachfrage bremsen könnten.

Streit mit Händlern um Nachzahlungen

Die plötzlichen Preissteigerungen sorgen für Spannungen im Handel. Ein britischer Reseller namens KRCS forderte Kunden, die bereits am 5. Juni vollständig bezahlt hatten, zur Nachzahlung der Preisdifferenz auf – oder bot eine Rückerstattung an.

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Apple selbst betont, dass man Kunden für bereits bezahlte Bestellungen nicht nachträglich belaste. Die AGB des Händlers enthielten offenbar keine entsprechende Klausel. Der Fall zeigt, wie sehr die plötzliche Preispolitik des Konzerns die Händler unter Druck setzt.

Marktforscher von IDC rechnen damit, dass die Preissteigerungen bald auch die iPhone-Reihe treffen könnten – mit möglichen Aufschlägen von bis zu 200 Euro. Für den Rest des Jahres 2026 prognostiziert das Institut einen Rückgang des PC-Marktes um 11,3 Prozent und einen Einbruch der Smartphone-Auslieferungen um 14 Prozent.

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