Apple, KI-Brille

Apple KI-Brille N50: Marktstart Ende 2027 statt Vision Pro 2

03.06.2026 - 01:09:46 | boerse-global.de

Apple priorisiert die Entwicklung einer leichten KI-Brille namens N50 und verschiebt den Nachfolger der Vision Pro auf frühestens Ende 2028.

Apple KI-Brille N50: Marktstart Ende 2027 statt Vision Pro 2 - Bild: über boerse-global.de
Apple KI-Brille N50: Marktstart Ende 2027 statt Vision Pro 2 - Bild: über boerse-global.de

Apple verschiebt den Nachfolger der Vision Pro und setzt stattdessen auf eine günstige KI-Brille. Der Konzern aus Cupertino schwenkt um.

Die Roadmap für Apples Spatial-Computing-Sparte hat sich grundlegend geändert. Statt eines schnellen Nachfolgers für die Vision Pro priorisiert der Konzern nun eine KI-gesteuerte Smart-Brille. Die Entwicklung eines hochpreisigen Mixed-Reality-Geräts wurde zurückgefahren, während Patente und Komponenten-Leaks auf neue Accessoires und Farbvarianten hindeuten.

Vision Pro 2 erst 2028

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Der Zeitplan für eine leichtere und günstigere Version des Vision-Pro-Headsets hat sich deutlich verlängert. Ein zweites Modell oder eine preiswertere „Vision Air"-Variante wird frühestens Ende 2028 oder 2029 erwartet.

Branchenbeobachter sehen den Mixed-Reality-Markt in einer Phase der Stagnation. Apple kämpft mit technischen Hürden bei Gewicht und Herstellungskosten. Die aktuelle Vision Pro, die im Oktober 2025 einen internen Refresh mit dem M5-Chip erhielt, kostet weiterhin 3.499 US-Dollar (umgerechnet rund 3.200 Euro). Die geplante „Vision Air" soll diese Barrieren durchbrechen: Statt Titan und Glas setzt Apple auf eine Magnesiumlegierung und Kunststoff, was das Gewicht um über 40 Prozent reduzieren und den Preis auf 1.500 bis 1.800 Dollar (ca. 1.400 bis 1.650 Euro) senken könnte.

Fokus auf KI-Brille „N50"

Während sich das Headset-Projekt verzögert, hat Apple Ressourcen in eine neue Wearable-Kategorie umgeleitet: KI-gestützte Smart-Glasses. Unter dem Codenamen N50 entwickelt, sollen sie Ende 2027 auf den Markt kommen – eine öffentliche Vorstellung ist bereits Ende 2026 möglich.

Anders als die Vision Pro kommt die erste Generation dieser Brille ohne integriertes AR-Display aus. Stattdessen fungiert sie als iPhone-Begleiter mit Fokus auf Audio und visuelle Datenerfassung. Die wichtigsten Merkmale:

  • Ein Rahmengewicht unter 50 Gramm
  • Zwei Kameras für Fotos und Umgebungserfassung
  • Siri-Integration für Navigation, Übersetzung und Musiksteuerung per Sprachbefehl
  • Ein Preis zwischen 200 und 500 Dollar (ca. 185 bis 460 Euro)

Apple testet Berichten zufolge vier verschiedene Rahmendesigns und drei Farboptionen. Ziel ist es, die traditionelle Brillenindustrie aufzumischen.

Neues Haptic-Accessoire und schwarze Vision Pro

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Trotz der Verzögerungen bei neuen Headsets forscht Apple weiter an Interaktionsmethoden für seine Spatial-Computing-Plattform. Am 2. Juni 2026 wurde dem Unternehmen ein Patent für einen speziellen Stift für die Vision Pro erteilt.

Entwickelt von einem Team um Nicholas C. Soldner, ähnelt das Gerät einem Apple Pencil, enthält aber spezielle Hardware: ein Gyroskop, Linearantriebe und ein Interferometer in der Spitze. Das Ziel: haptisches Feedback, das Nutzer die Textur virtueller Objekte „spüren" lässt.

Parallel dazu tauchten am 1. und 2. Juni 2026 neue Bilder von Vision-Pro-Prototypen auf. Die von Forschern und Social-Media-Nutzern wie LusiRoy8 und Sonny Dickson geteilten Aufnahmen zeigen Komponenten und fertig montierte Geräte in „Space Black" – ähnlich den aktuellen MacBook-Pro-Modellen. Ob diese dunkle Variante für das aktuelle M5-Modell erscheint oder ein eingestellter Designpfad ist, bleibt offen.

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