Apple, Großoffensive

Apple plant Großoffensive: Mehr als 15 neue Produkte bis Ende 2026

24.05.2026 - 23:30:37 | boerse-global.de

Apple rüstet den iMac mit dem M5-Chip aus und plant über 15 neue Geräte. Die KI-Offensive und Post-Quanten-Sicherheit stehen im Fokus.

Apple plant Großoffensive: Mehr als 15 neue Produkte bis Ende 2026 - Foto: über boerse-global.de
Apple plant Großoffensive: Mehr als 15 neue Produkte bis Ende 2026 - Foto: über boerse-global.de

Der iMac steht vor einem Generationswechsel: Apples Desktop-Flaggschiff soll noch 2026 vom M4- auf den M5-Chip umsteigen. Das ist Teil einer beispiellosen Produktoffensive, die der Konzern bis Jahresende durchziehen will. Branchenberichten zufolge plant Apple mehr als 15 neue Geräte – darunter eine überarbeitete Apple Watch Ultra 4, einen HomePod mit Touch-Display und ein neues „Apple Home Hub“ mit sechs bis sieben Zoll Bildschirmdiagonale.

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M5-Chip: 20 Prozent mehr Leistung pro Watt

Der M5-Prozessor bildet das Herzstück der Desktop-Strategie. Neben dem iMac sollen auch Mac mini und Mac Studio auf die neue Chip-Generation setzen. Die Leistung pro Watt verbessert sich um rund 20 Prozent – ein entscheidender Faktor für die KI-gestützten Funktionen, die Apple unter dem Label „Apple Intelligence“ zusammenfasst.

Besonders die High-End-Varianten des M5 machen neugierig: Mit bis zu 18 Kernen bieten sie die Rechenleistung, die für anspruchsvolle KI-Aufgaben nötig ist. Schon jetzt zeigt sich, wie effizient die neue Architektur sein kann: Das 13-Zoll MacBook Air mit M5-Chip ist kürzlich auf unter 900 Euro gefallen – ein klares Signal, dass Apple mit der neuen Technologie auch im mittleren Preissegment konkurrieren will.

Display-Revolution von Samsung

Parallel zum Chip-Wechsel bahnt sich eine Bildschirm-Revolution an. Samsung Display startet im Juni 2026 die Massenproduktion von IT-OLED-Panels der 8,6. Generation. Zunächst kommen diese Displays im MacBook Pro zum Einsatz – mit einer Ausbeute von über 90 Prozent. Doch die Technologie wird langfristig die Designsprache aller Premium-Geräte von Apple prägen.

macOS Tahoe und macOS 27: KI im Fokus

Das aktuelle Betriebssystem macOS Tahoe hat mit dem „Liquid Glass“-Design einen neuen Look bekommen: transparente Menüleisten, eine Zwischenablage mit acht Stunden Speicherzeit und neue Kurzbefehle für die Spotlight-Suche. Doch erste Kritiken bemängeln Verzögerungen bei Telefoniefunktionen und Fehler in Safari-Tab-Gruppen.

Abhilfe soll macOS 27 schaffen, das Apple am 8. Juni auf der WWDC vorstellen wird. Der Fokus liegt auf der Expansion von Apple Intelligence. Siri kehrt als eigenständige Beta-App zurück – mit Bildschirm-Erkennung und der Fähigkeit, einzelne Apps zu steuern. Die Kurzbefehle-App bekommt „Use Model“-Aktionen für automatisierte KI-Workflows.

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Sicherheit: Post-Quanten-Kryptographie für alle

Am 22. Mai 2026 veröffentlichte Apple den Quellcode seiner corecrypto-Bibliothek auf GitHub. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategie, das Mac- und iPhone-Ökosystem gegen die künftige Bedrohung durch Quantencomputer zu wappnen. Die Implementierungen der Algorithmen ML-KEM und ML-DSA erweitern die quantenresistente Sicherheit auf VPNs, TLS und Gerätekopplung.

Schon bei der Entwicklung entdeckten Apples Ingenieure einen fehlenden Schritt in früheren ML-DSA-Implementierungen, der zu Rechenfehlern hätte führen können. Durch die Veröffentlichung des Codes will Apple eine „krypto-agile“ Basis schaffen – genau richtig, denn die US-Behörde NIST hat im Mai 2026 die migration zu Post-Quanten-Verfahren für Hochrisikosysteme zur Pflicht gemacht.

Wettbewerb: Google drängt auf den Mac

Während Apple auf seine eigene KI-Suite setzt, drängen Konkurrenten auf die Plattform. Google hat angekündigt, seinen Gemini Spark Agent im Sommer 2026 für macOS verfügbar zu machen. Der Agent kostet 100 Euro pro Monat und ist für die rund um die Uhr laufende Desktop-Automatisierung konzipiert.

Das setzt Apple unter Zugzwang: Der iMac mit M5-Chip muss dauerhafte KI-Verarbeitung im Hintergrund bewältigen, ohne dass Leistung oder Kühlung leiden. Die Entscheidung, dem aktuellen MacBook Air standardmäßig 16 GB Arbeitsspeicher zu spendieren, zeigt die Richtung: Niedrigere Speicherkonfigurationen haben ausgedient.

Ausblick: Was bringt der Herbst 2026?

Der Übergang zum M5-Chip in iMac und MacBook-Linien soll bis Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen sein. Parallel arbeitet Apple an Nischengeräten: Ein faltbares „iPhone Ultra“ mit 7,7 Zoll Display und ein „MacBook Ultra“ mit OLED-Touch-Funktionen könnten die Premium-Segmente neu definieren.

Für den iMac bedeutet das: eine gelungene Mischung aus dem „Liquid Glass“-Design von macOS 27 und der Effizienz des M5-Chips. Mit der bereits gelegten Basis für Post-Quanten-Sicherheit und dem Fokus auf lokale KI-Verarbeitung scheint die nächste Generation von Apples Desktops bestens gerüstet – für die doppelte Herausforderung aus Leistung und Datenschutz. Ob das reicht, um den Rückgang der Mac-Umsätze um sieben Prozent im vierten Quartal 2025 zu stoppen, wird sich im Herbst zeigen.

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