Apple-Preisschock, Speicherchips

Apple-Preisschock: Speicherchips treiben iPhone 18 um 150 Euro

18.06.2026 - 11:16:49 | boerse-global.de

Apple-Chef Tim Cook bestätigt Preiserhöhungen für Hardware aufgrund einer beispiellosen Speicherchip-Knappheit, die durch den KI-Boom ausgelöst wurde.

Apple gibt explodierende Speicherchip-Kosten an Kunden weiter
Apple-Preisschock - A close-up of a microchip with a glowing, abstract bar graph overlaid, symbolizing rising costs in the tech industry. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Konzernchef Tim Cook sieht die Branche mit einer beispiellosen Krise konfrontiert.

Preisschock durch Speicherknappheit

In einem Interview am Mittwoch machte Tim Cook deutlich, dass Preiserhöhungen für Apple-Hardware nicht mehr zu vermeiden sind. Der Chef des Tech-Riesen führte die Entwicklung auf die drastisch gestiegenen Kosten für Speicherchips zurück. Die Industrie erlebe einen Versorgungsdruck, wie er ihn in über vier Jahrzehnten nicht gesehen habe, so Cook.

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit Oktober 2025 haben sich die Preise für RAM-Bausteine mehr als verdoppelt. Ein 12-GB-DRAM-Kit verteuerte sich von 39 auf 145 Euro, 256-GB-Speicherkomponenten stiegen von 13 auf 51 Euro. Marktbeobachter rechnen bis zum dritten Quartal 2026 mit einem Gesamtanstieg von bis zu 300 Prozent bei DRAM- und NAND-Speichern.

Die Folgen sind bereits im Handel sichtbar. Der Einstiegspreis für den Mac Mini kletterte von 599 auf 799 Euro. Branchenexperten erwarten ähnliche Anpassungen bei den kommenden Flaggschiff-Geräten. Analysten von Omdia prognostizieren für das iPhone 18 einen Preisaufschlag von rund 150 Euro. Beim iPhone 18 Pro könnte der Aufschlag sogar bis zu 270 Euro betragen – der Einstiegspreis läge dann bei 1.299 oder 1.399 Euro.

KI-Boom als Treiber der Chipkrise

Hauptverantwortlich für den Preisschub ist der anhaltende Künstliche-Intelligenz-Boom. Die enorme Nachfrage nach KI-fähigen Servern und Rechenzentren hat den globalen Wettbewerb um Speicherkomponenten massiv verschärft. Für Unterhaltungselektronik bleibt weniger übrig. Cook sprach von einer „seltenen und extremen Marktstörung“ – das Ungleichgewicht zwischen hoher Nachfrage und knappem Angebot treibe die Preise.

Dennoch will Apple keine eigenen Speicherfabriken bauen, um das Problem zu lösen. Stattdessen könnte der Konzern seine milliardenschweren Barreserven nutzen, um sich langfristig Lieferungen zu sichern. Branchenprognosen zufolge könnten die Engpässe und die daraus resultierende Preisvolatilität bis 2027 anhalten.

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Führungswechsel bei Apple

Die Ankündigung möglicher Preiserhöhungen fällt in eine Phase des Umbruchs. Tim Cook wird am 1. September 2026 als CEO zurücktreten. Sein Nachfolger wird John Ternus, der das Unternehmen durch den erwarteten Start des iPhone 18 noch im selben Monat navigieren soll.

Wann genau die Preise für die gesamte Produktpalette steigen werden, ließ Cook offen. Klar ist: Der scheidende CEO sieht Apple gezwungen, auf die wirtschaftlichen Realitäten des Halbleitermarktes zu reagieren. Höherwertige Mac-Konfigurationen wurden bereits durch Anpassungen im verfügbaren Sortiment beeinflusst – der Konzern steuert seine Lagerbestände und Komponentenkosten so gut es geht.

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