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Apple senkt Preise für M5 MacBook Pro trotz Speicherkrise

12.05.2026 - 11:30:37 | boerse-global.de

Apple senkt Preise für M5 MacBook Pro Modelle, während steigende Speicherkosten die Produktion belasten. Die Chip-Krise beeinflusst Verfügbarkeit und Einstiegspreise.

Apple senkt Preise für M5 MacBook Pro trotz Speicherkrise - Foto: über boerse-global.de
Apple senkt Preise für M5 MacBook Pro trotz Speicherkrise - Foto: über boerse-global.de

Die ersten Rabatte auf Apples Profi-Notebooks locken Kunden – doch die Chip-Krise macht alles teurer.

Amazon und B&H Photo Video haben am 11. Mai die Preise für die M5 MacBook Pro Reihe gesenkt – mit Nachlässen von bis zu 400 Euro. Ausgerechnet jetzt, wo die Speicherpreise durch die Decke gehen. Branchenkenner sprechen bereits von einem „RAMageddon“, einer beispiellosen Teuerungswelle bei DRAM- und NAND-Flash-Speichern.

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Rabatte auf die Profi-Modelle

Die Preisnachlässe betreffen vor allem die leistungsstärkeren Varianten des 14-Zoll und 16-Zoll MacBook Pro. Das 14-Zoll Modell mit M5-Chip, 32 Gigabyte RAM und 1 Terabyte SSD kostet nun rund 1.850 Euro – ein Abschlag von etwa 250 Euro. Bei B&H gibt es die 512-GB-Version sogar für rund 1.650 Euro, satte 350 Euro unter dem ursprünglichen Preis.

Den größten Sprung macht das 16-Zoll M5 Pro MacBook Pro: Mit 48 GB RAM und 1 TB SSD fällt der Preis um rund 400 Euro auf etwa 2.700 Euro. Die Geräte überzeugen weiterhin mit ihrer Akkulaufzeit: Labortests bescheinigen 16 bis 19 Stunden bei gemischter Nutzung, bis zu 24 Stunden bei Videowiedergabe. Schnellladefunktion inklusive – 50 Prozent Akku in 30 Minuten.

Beobachter der Branche sehen die 24-GB-RAM-Konfiguration zunehmend als neuen Standard für professionelle Anwender. Grund sind die wachsenden Anforderungen lokaler KI-Anwendungen, die mehr Arbeitsspeicher benötigen. Trotz der aktuellen Rabatte bleiben Lieferverzögerungen bei High-End-Modellen ein Problem – die globale Knappheit an hochdichten Speichermodulen macht sich bemerkbar.

Die Speicherkrise trifft die Produktion

Die aggressiven Preisnachlässe im Handel stehen in krassem Gegensatz zu den steigenden Produktionskosten. Marktdaten zeigen: Die DRAM-Preise stiegen im ersten Quartal 2026 um 90 Prozent, NAND-Flash und DRAM legten im zweiten Quartal noch einmal um 50 Prozent zu. Speicherkomponenten machen mittlerweile über 30 Prozent der Materialkosten mancher PCs aus.

Apple reagiert bereits. Am 1. Mai strich der Konzern das 256-GB-Einstiegsmodell des Mac mini, das zuvor 599 Euro kostete. Der neue Einstiegspreis liegt bei 799 Euro für die 512-GB-Version.

Auch beim MacBook Neo, Apples günstigstem Notebook, zeichnen sich Probleme ab. Branchenkreisen zufolge erwägt Apple entweder eine Preiserhöhung für das 699-Euro-Modell oder die komplette Streichung der Einstiegsklasse. Der Neo verwendet derzeit „aussortierte" A18-Pro-Chips mit fünf GPU-Kernen aus der iPhone-Produktion. Da die Fertigung des A18 Pro ausläuft, müsste Apple auf teurere, voll funktionsfähige Chips zurückgreifen – was die Gewinnmargen weiter drückt. Trotz dieser Kosten wurde das Produktionsziel für den Neo Berichten zufolge auf zehn Millionen Einheiten verdoppelt.

Lieferengpässe und Konkurrenz aus dem Windows-Lager

Die Speicherkrise betrifft nicht nur die Preise, sondern auch die Verfügbarkeit. Mitte Mai 2026 kämpft Apple mit erheblichen Lieferverzögerungen. Der Mac Studio mit M3 Ultra-Chip wird voraussichtlich erst im Juli ausgeliefert, das M5 Max MacBook Pro mit 128 GB RAM frühestens im Juni. Apple-Chef Tim Cook bestätigte die Engpässe bereits in der Bilanzpressekonferenz zum zweiten Quartal.

Microsoft nutzt die Gunst der Stunde und startete eine neue Marketingkampagne gegen das MacBook Neo. Eine Studie von Signal65 belege, dass Windows-Notebooks mit Snapdragon-Prozessoren im Cinebench-Benchmark bis zu 92 Prozent schneller seien als Apples Einstiegsgerät. Besonders hervorgehoben wird das Lenovo IdeaPad Slim 3x, das eine um 56 Prozent längere Akkulaufzeit bieten soll.

Um Studenten zu ködern, hat Microsoft ein „College-Angebot" mit einem Jahr Microsoft 365 und Xbox Game Pass aufgelegt. Kritiker von Apples Budgetstrategie weisen darauf hin, dass das 699-Euro-MacBook Neo immer noch nur 8 GB RAM und 256 GB Speicher bietet – für künftige KI-Anwendungen womöglich zu wenig, verglichen mit den rabattierten High-End-M5-Modellen oder Windows-Konkurrenz.

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Software-Updates und der Blick auf macOS 27

Während die Hardware-Lieferkette knirscht, treibt Apple sein Software-Ökosystem weiter voran. Am 11. Mai veröffentlichte der Konzern Wartungsupdates: macOS Tahoe 26.5 und iOS 26.5. Das macOS-Update bringt Stabilitäts- und Sicherheitsverbesserungen, iOS führt Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Nachrichten als Beta ein sowie ein neues „Pride Luminance"-Hintergrundbild.

Schon zeichnen sich Details zu macOS 27 ab, das voraussichtlich auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 vorgestellt wird. Das neue Betriebssystem soll ein überarbeitetes „Liquid Glass"-Design erhalten. Ziel ist es, Lesbarkeits- und Kontrastprobleme auf LCD-Bildschirmen durch angepasste Transparenz- und Schatteneffekte zu beheben.

Die größte Neuerung: Siri bekommt ein massives Upgrade. Der Sprachassistent soll zu einem KI-gestützten Chatbot auf Basis der Gemini-Technologie werden. Die neue Siri wird voraussichtlich mit der Spotlight-Suche verschmelzen und eine eigene App mit durchgehendem Gesprächsverlauf erhalten. Die Software wird wohl Apple Silicon (M1 oder neuer) voraussetzen – Apple plant, die verbliebene Intel-Unterstützung auslaufen zu lassen.

Ausblick: Was bedeutet das für Käufer?

Der PC-Markt schrumpft 2026 voraussichtlich um 11,3 Prozent. Während Windows-Hersteller mit Rabatten auf High-End-Komponenten um Kunden kämpfen, setzt Apple offenbar auf höhere Einstiegspreise, um die steigenden Speicherkosten abzufedern.

Nach der WWOC-Vorschau im Juni soll eine Entwickler-Beta von macOS 27 sofort verfügbar sein, eine öffentliche Beta folgt im Juli. Die finale Version wird für September 2026 erwartet. Für Verbraucher könnten die aktuellen Preisnachlässe beim M5 MacBook Pro ein strategisch günstiger Zeitpunkt sein, um Hardware mit viel Arbeitsspeicher zu ergattern – bevor die nächste Welle der Speicherknappheit den Markt erreicht.

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