Apple stoppt Extreme-Chips: M2 und M3 kommen nicht in Serie
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Apples „Extreme"-Chip-Reihe wird nicht in Serie gehen.
Produktionskosten und schwache Nachfrage als Bremsklötze
Wie aus Branchenkreisen verlautet, hat Apple die Entwicklung der M2 Extreme und M3 Extreme Chips gestoppt. Die Entscheidung fiel aufgrund massiver Fertigungskosten und einer erwartet geringen Nachfrage nach den Hochleistungskomponenten. Die Extreme-Varianten sollten die bereits leistungsstarke „Ultra"-Reihe deutlich übertreffen – mit doppelter CPU- und GPU-Kernanzahl.
Zum Vergleich: Das aktuelle Mac Studio Spitzenmodell arbeitet mit einem M3 Ultra Chip, der 32 CPU-Kerne und 80 GPU-Kerne bietet und bis zu 256 Gigabyte RAM unterstützt. Die Extreme-Serie hätte diese Spezifikationen für anspruchsvollste professionelle Arbeitslasten noch einmal verdoppeln sollen.
Interne Prototypen nie auf den Markt gekommen
Apples Entwicklungsabteilung arbeitete zudem an mehreren Mac Pro Modellen, die nie das Licht der Öffentlichkeit erblickten. Dazu gehörte ein Intel-basierter Prototyp mit der internen Bezeichnung J170 sowie ein Modell mit M3 Ultra Chip, bekannt als J190. Nach der Einstellung des Mac Pro im März 2026 – nach 20 Jahren Produktgeschichte – konzentriert sich Apple nun offenbar ganz auf das Mac Studio als professionellen Desktop.
Während Apple die Hardware für Profis weiter optimiert, verschwenden viele Mac-Nutzer im Alltag wertvolle Zeit durch unnötig komplizierte Klickwege. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen die 19 wichtigsten Tastenkürzel, mit denen Sie sofort schneller und effizienter an Ihrem Gerät arbeiten. Mac-Experte verrät: Mit diesen 19 Shortcuts sparen Sie jeden Tag messbar Zeit
Neue Mac Studio Modelle in der Pipeline
Branchenbeobachter erwarten, dass das Mac Studio der zentrale Anlaufpunkt für Power-User bleibt. Ein neues Modell mit M5 Ultra Chip wird für Ende 2026 erwartet, und Berichten zufolge ist bereits eine M7 Ultra Version für 2028 geplant.
Diese Konsolidierung erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds. Der globale Smartphone-Markt schrumpfte im zweiten Quartal 2026 um elf Prozent auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt. Apple hat zudem die Preise für seine aktuellen Produktivitätsgeräte erhöht: Das Mac Studio verteuerte sich um 400 Euro, die MacBook Pro Modelle um 300 Euro.
KI-Infrastruktur und Marktposition
Während Apple bei Desktop-Chips den Rückwärtsgang einlegt, arbeitet der Konzern intensiv an seiner Künstlichen Intelligenz. Der interne KI-Serverchip mit dem Codenamen „Baltra" hat allerdings Verzögerungen erlitten. Für rechenintensive KI-Aufgaben setzt Apple daher auf Nvidia-Grafikprozessoren über die Google Cloud. Um seine Position zu stärken, hat das Unternehmen nach Übernahmen spezialisierter KI-Chipentwickler Ausschau gehalten – nachdem es bereits für rund zwei Milliarden Euro die israelische Firma Q.ai übernommen hatte.
Die technologische Entwicklung bei Apple zeigt, wie rasant künstliche Intelligenz die Branche verändert und neue rechtliche Anforderungen schafft. Um bei Themen wie dem EU AI Act den Überblick zu behalten, bietet dieser Leitfaden Unternehmen eine kompakte Übersicht zu allen relevanten Fristen und Pflichten. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Trotz dieser strategischen Anpassungen bleibt Apples Finanzlage robust. Am 17. Juli 2026 erreichte die Marktkapitalisierung des Konzerns rund 4,9 Billionen Euro und überholte damit kurzzeitig Nvidia. Finanzanalysten sehen darin eine positive Reaktion der Wall Street auf Apples vergleichsweise vorsichtigen Ansatz bei KI-Investitionen.
Um die Lieferkette weiter abzusichern, verhandelt Apple Berichten zufolge über chip-Lieferverträge mit den chinesischen Speicherherstellern CXMT und YMTC. Gleichzeitig treibt das Unternehmen neue Produktkategorien voran: Ein faltbares iPhone soll im September 2026 in Produktion gehen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
