Apple vor der Zeitenwende: Neuer CEO, faltbares iPhone und Rekordzahlen
02.05.2026 - 08:00:02 | boerse-global.de
RekordumsĂ€tze, ein bevorstehender FĂŒhrungswechsel und gleich mehrere Hardware-Neuerungen zeichnen sich ab. Im Zentrum der Strategie: ein faltbares iPhone und eine umfassende KI-Offensive.
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Rekordquartal als Fundament fĂŒr Innovation
Apple hat das beste MĂ€rz-Quartal seiner Unternehmensgeschichte hingelegt. Der Umsatz kletterte auf 111,2 Milliarden Euro â ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein das iPhone spĂŒlte 57 Milliarden Euro in die Kassen, ein Anstieg von 22 Prozent. Besonders bemerkenswert: In China legten die VerkĂ€ufe um 28 Prozent zu. Auch die Servicesparte erreichte mit 31 Milliarden Euro einen neuen Bestwert.
Diese finanziellen Polster sind dringend nötig. Denn die Entwicklungskosten fĂŒr faltbare Displays und KĂŒnstliche Intelligenz sind enorm. Analysten rechnen damit, dass Speicherkomponenten kĂŒnftig fast 45 Prozent der Materialkosten eines iPhones ausmachen könnten.
Kommt das faltbare iPhone schon im September?
Branchenbeobachter wie Ming-Chi Kuo gehen davon aus, dass Apple bereits im September 2026 in den Markt fĂŒr faltbare Smartphones einsteigt. Ein mögliches âiPhone 18 Pro Maxâ soll im geschlossenen Zustand ein 6,3-Zoll-Display bieten, das sich auf 8 Zoll aufklappen lĂ€sst. Integriert wĂ€re ein spezieller Neural Processing Unit (NPU) fĂŒr erweiterte KI-Funktionen. Face ID und die Frontkamera könnten unter dem Display verschwinden.
Noch ambitionierter sind die PlĂ€ne fĂŒr das Jahr 2027: Zum 20. Geburtstag des iPhones plant Apple ein Modell mit rundum gebogenem Display â praktisch ohne sichtbaren Rand. Dieses âAll-Glassâ-Design, ĂŒber das auch Mark Gurman berichtet, wĂŒrde Kameras und Sensoren vollstĂ€ndig unter dem Bildschirm verbergen.
FĂŒhrungswechsel im September
Die Verantwortung fĂŒr diese Innovationen trĂ€gt ab September ein neuer Mann: John Ternus ĂŒbernimmt am 1. September 2026 den CEO-Posten von Tim Cook, der dann als Executive Chairman fungiert. Ternus erbt ein Unternehmen auf dem Höhepunkt seiner finanziellen StĂ€rke â aber auch mit erheblichen Herausforderungen.
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Cook warnte bereits vor deutlich steigenden Speicherkosten im laufenden Quartal. Grund ist die weltweit hohe Nachfrage nach KI-Servern, die die Lieferketten belastet. Apple setzt derzeit auf vorhandene LagerbestĂ€nde und langfristige LiefervertrĂ€ge, doch Analysten erwarten einen Druck auf die Gewinnmargen von rund einem Prozentpunkt. Preisanpassungen oder eine stĂ€rkere Gewichtung der Servicesparte gelten als mögliche GegenmaĂnahmen.
iOS 27: Siri bekommt Augen
Auf der WWDC am 8. Juni 2026 will Apple das Betriebssystem iOS 27 vorstellen. HerzstĂŒck: ein ĂŒberarbeiteter Siri mit einem speziellen âSiri-Kamera-Modusâ. Nutzer sollen ihr GerĂ€t auf Objekte richten können, um kontextbezogene Aktionen auszufĂŒhren â etwa NĂ€hrwertangaben in die Health-App zu ĂŒbernehmen oder Kontaktdaten von Visitenkarten direkt in die Kontakte zu speichern.
Die Fotos-App erhĂ€lt KI-gestĂŒtzte Werkzeuge wie âEnhanceâ fĂŒr automatische Bildoptimierung, âExtendâ zur generativen Bilderweiterung und âReframeâ fĂŒr rĂ€umliche Fotos. Einige dieser Funktionen hĂ€tten intern noch mit ZuverlĂ€ssigkeitsproblemen zu kĂ€mpfen, heiĂt es. Datenschutzbewusste Nutzer sollen die KI-Features abschalten oder durch Drittanbieter-Modelle wie Claude oder Gemini ersetzen können.
Lieferketten und Sicherheitsupdates
Aktuell plagen Apple zwei konkrete Probleme: Nutzer des iPhone 17 Pro und des iPhone Air berichten von einem Lade-Fehler. Ist der Akku komplett entladen, erkennen die GerĂ€te USB-C-LadegerĂ€te nicht. Als Workaround empfiehlt sich eine zehn- bis fĂŒnfzehnminĂŒtige Ladung per MagSafe.
Zudem hat Apple mit iOS 26.4.2 ein Sicherheitsupdate veröffentlicht. Es schlieĂt eine kritische LĂŒcke, ĂŒber die Unbefugte auf gelöschte Nachrichten aus der Signal-App zugreifen konnten. Das Problem lag in der Speicherung von Benachrichtigungen, die auch nach dem Löschen der eigentlichen Nachrichten erhalten blieben.
Die Chip-Versorgung bleibt angespannt. Die A19- und A19-Pro-Prozessoren, gefertigt von TSMC im 3-Nanometer-Verfahren, fĂŒhrten zu LieferengpĂ€ssen bei einigen Mac- und iPhone-Modellen. FĂŒr das iPhone 18 ist ein Umstieg auf das 2-Nanometer-Verfahren geplant, das eine um 15 Prozent höhere Rechenleistung verspricht.
Ausblick: Wagnis Innovation
Apple verfolgt eine Strategie der kalkulierten Risiken. Statt als Erster auf den Foldable-Zug aufzuspringen, wartet der Konzern bis 2026, um Haltbarkeit und Nutzen der neuen Formfaktoren zu optimieren. Ob dieser Ansatz aufgeht, hĂ€ngt maĂgeblich davon ab, ob John Ternus die Speicherkostenkrise meistert und den Schwung des iPhone 17 erhĂ€lt.
Mit ĂŒber 2,5 Milliarden aktiven GerĂ€ten weltweit und einem zweistelligen Service-Wachstum hat Apple die nötige Schlagkraft, um den Markt fĂŒr faltbare GerĂ€te zu prĂ€gen. Doch die ZuverlĂ€ssigkeit der neuen KI-Tools und die StabilitĂ€t der globalen Lieferketten bleiben die entscheidenden Unbekannten in dieser Gleichung.
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