Arteris FlexGen: Neue NoC-Technologie senkt PHY-FlÀche um 50%
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 12:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Arteris hat sein FlexGen Multi-Die NoC IP vorgestellt, eine neue Network-on-Chip-Technologie fĂŒr die Verbindung von Chiplets. Die Lösung unterstĂŒtzt bidirektionale Transaktionen ĂŒber einen einzigen UCIe-PHY und soll laut Unternehmensangaben PHY-FlĂ€che, Leistungsverbrauch und I/O-Bedarf um bis zu 50 Prozent senken. FlexGen Multi-Die steht Early-Access-Partnern bereits zur VerfĂŒgung.
ErgÀnzung zu bestehender Chiplet-Architektur
FlexGen Multi-Die ergĂ€nzt nach Unternehmensangaben das bereits existierende Ncore Multi-Die-Produkt, das fĂŒr cache-kohĂ€rente Systeme ausgelegt ist. WĂ€hrend Ncore auf KohĂ€renz zwischen mehreren Chiplets zielt, adressiert FlexGen Multi-Die offenbar Szenarien, in denen bidirektionale DatenĂŒbertragung ĂŒber eine gemeinsame PHY-Schnittstelle effizienter gestaltet werden soll. Die Kombination beider Produkte positioniert Arteris als Anbieter fĂŒr unterschiedliche Anforderungsprofile in Multi-Die-Designs.
Bedeutung fĂŒr Chiplet-Interconnects
Die AnkĂŒndigung reiht sich in eine Branchenentwicklung ein, in der Chiplet-basierte Designs zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Universal Chiplet Interconnect Express (UCIe)-Standard hat sich als eine der zentralen Schnittstellen fĂŒr die Verbindung unterschiedlicher Dies innerhalb eines GehĂ€uses etabliert.
Je mehr Chiplets in einem Package landen, desto stĂ€rker bestimmen PHY-FlĂ€che und I/O-Bedarf die Gesamteffizienz Ihres Designs. Arteris verspricht fĂŒr FlexGen Multi-Die bis zu 50 Prozent Einsparung bei PHY-FlĂ€che, Leistung und I/O-Bedarf ĂŒber einen einzigen UCIe-PHY â die Technologie lĂ€uft derzeit bei Early-Access-Partnern. Unser Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie FlĂ€chengewinne einordnen und fĂŒr zusĂ€tzliche Funktionsblöcke nutzen. Kostenlosen Leitfaden zur Multi-Die-Interconnect-Architektur anfordern
Durch die Reduzierung der benötigten PHY-FlÀche und des I/O-Bedarfs adressiert Arteris einen Kernaspekt bei der Skalierung solcher Systeme: Je mehr Chiplets in einem Package kombiniert werden, desto stÀrker wirken sich FlÀche und Energieverbrauch der Verbindungsschicht auf die Gesamteffizienz aus.
Eine Halbierung des PHY-FlĂ€chenbedarfs wĂŒrde Chipdesignern mehr Spielraum fĂŒr zusĂ€tzliche Funktionsblöcke oder kompaktere Packages verschaffen. Da die genaue Umsetzung und Leistungsdaten der Technologie derzeit primĂ€r aus Herstellerangaben stammen, bleibt eine unabhĂ€ngige Bewertung der tatsĂ€chlichen Einsparungen im praktischen Einsatz zunĂ€chst offen.
Der Early-Access-Status deutet darauf hin, dass sich die Technologie noch in einer frĂŒhen Erprobungsphase bei ausgewĂ€hlten Partnern befindet, bevor eine breitere VerfĂŒgbarkeit folgt.
Die Herstellerangaben zu FlexGen Multi-Die stammen bislang aus dem Early-Access-Programm â eine unabhĂ€ngige Bewertung der tatsĂ€chlichen Einsparungen im praktischen Einsatz steht noch aus. Wer heute zwischen Ncore Multi-Die fĂŒr cache-kohĂ€rente Systeme und dem neuen FlexGen-Ansatz wĂ€hlen muss, braucht belastbare Entscheidungskriterien statt Marketingzahlen. Unser Vergleich ordnet beide Produktprofile ein und hilft Ihnen, das passende Interconnect-Profil fĂŒr Ihr Design zu bestimmen. Vergleich Ncore vs. FlexGen jetzt herunterladen
FĂŒr die Chipdesign-Branche insgesamt zeigt die AnkĂŒndigung, dass Anbieter von IP-Lösungen verstĂ€rkt auf die physikalischen Verbindungsschichten zwischen Chiplets fokussieren, da klassische monolithische Skalierung an technische und wirtschaftliche Grenzen stöĂt.
Effizientere PHY-Implementierungen fĂŒr UCIe könnten damit ein wichtiger Baustein fĂŒr kĂŒnftige Multi-Die-Architekturen werden, insbesondere in Anwendungsfeldern mit hohem Bedarf an Datendurchsatz zwischen einzelnen Chiplets.
