Arthrose-Behandlung: TAPE-Methode lockt Patienten aus ganz Deutschland
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 22:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Chronische Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Rheuma fordern Millionen Patienten. Neue Verfahren und Studien geben Hoffnung.
Regensburger TAPE-Methode lockt Patienten aus ganz Deutschland
Seit Mitte 2025 behandelt das Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg Arthrose-Schmerzen mit der TAPE-Methode. Das in Japan entwickelte Verfahren richtet sich an Patienten, bei denen herkömmliche Therapien versagen.
Der Radiologe Dr. Niels Zorger erklärt den Ansatz: Abnormale Blutgefäße, die mit chronischen Entzündungen einhergehen, werden minimalinvasiv verschlossen. Die Nachfrage ist groß – Patienten reisen aus weiten Teilen Deutschlands nach Regensburg.
Pharma-Studie: 129 Patienten für Kniearthrose-Test rekrutiert
Auch die medikamentöse Forschung macht Fortschritte. Das Unternehmen 4Moving Biotech meldete Anfang August den Abschluss der Rekrutierung für die Phase-2a-Studie „INFLAM MOTION". 129 Patienten mit Kniearthrose und Gelenkinnenhautentzündung nehmen teil.
Der Fokus liegt auf der Schmerzmessung nach vier Wochen. Erste Ergebnisse erwartet das Unternehmen bis Ende Dezember 2026. Die Daten könnten zeigen, ob neue Wirkstoffe Entzündungsprozesse im Gelenk gezielt beeinflussen.
Weltpremiere in Minden und Millionen-Förderung für Krebsforschung
Das Johannes-Wesling-Klinikum in Minden testet eine weltweit erstmals eingesetzte Therapie gegen schweres Rheuma. Nach erfolgreicher Testphase soll das Verfahren an weiteren Standorten etabliert werden.
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Die Deutsche Krebshilfe fördert derweil die CCC Allianz WERA – den Verbund der Standorte Würzburg, Erlangen, Regensburg und Augsburg – als Onkologisches Spitzenzentrum. Über sechs Millionen Euro fließen von 2027 bis 2030 in die translationale Forschung. Rund 250.000 Betroffene versorgt das Netzwerk jährlich.
Kassen zahlen Cannabis nicht mehr – Bewegungstraining nur bedingt wirksam
Die Erstattung innovativer Therapien bleibt ein heikles Thema. Die BKK Linde übernimmt zwar Kosten für spezifische Hüft- und Knietherapien, um Operationen zu vermeiden. Doch andere Bereiche sehen anders aus: Wegen geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen haben Krankenkassen die Kostenübernahme für medizinisches Cannabis gestrichen – ohne Übergangsfrist.
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Eine aktuelle Cochrane-Analyse zeigt zudem: Herkömmliches Bewegungstraining reduziert Hüftarthrose-Schmerzen, aber nur in klinisch geringem Ausmaß. Spezialisierte Ansätze wie Gelenkmobilisation oder myofasziale Techniken rücken daher in den Fokus – auch bei komplexen Beschwerden wie der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD).
Übrigens: Exzessiver Smartphone-Gebrauch korreliert nachweislich mit Beschwerden an Daumen und Handgelenken. Sonografische Untersuchungen belegen den Zusammenhang – ein Hinweis darauf, den Alltag in der Diagnostik stärker zu berücksichtigen.
